Wer "Rheuma" hört, verbindet das vor allem mit einer Krankheit, die ältere Menschen haben. Dabei gibt es gar nicht das eine Rheuma. Das Wort ist ein Sammelbegriff für mehr als 100 verschiedene Erkrankungen, die ganz verschiedene Körperteile betreffen können. Auch bei jungen Menschen übrigens. All diese Erkrankungen haben aber eins gemeinsam: Sie lösen bei den Betroffenen chronische Schmerzen aus. Wer kein Rheuma hat oder Betroffene kennt, setzt sich logischerweise wenig damit auseinander. Die Deutsche Rheuma-Liga möchte genau dann da sein, also wenn Menschen Hilfe brauchen und gezwungen sind, sich mit rheumatischen Erkrankungen auseinanderzusetzen. Nach eigenen Angaben ist die Liga die größte deutsche Selbsthilfeorganisation und es gibt sie seit mehr als 50 Jahren.
Neue Hilfsangebote für junge Menschen und ihre Eltern
Welche Herausforderungen sie sieht, auch durch die neuesten Reformen im Gesundheitswesen, das erzählt Jens Kaepernick, Geschäftsführer der Deutschen Rheuma-Liga in Baden-Württemberg, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Simon Dörr. "Wir sprechen neuerdings auch verstärkt junge Menschen an, etwa diesen Monat noch über Instagram, damit diese sich noch stärker untereinander vernetzen können". Und damit will die Rheuma-Liga ihre bestehenden Angebote für Eltern ergänzen. In Sachen Gesundheitsreform sieht Kaepernick die Rheuma-Liga weniger stark betroffen: "Wir haben sehr gute Zusammenarbeit mit Reha-Kliniken und großen Thermen etwa, die uns sehr gut unterstützen." Was künftige Sparmaßnahmen betrifft, hofft Kaepernick "dass wir nicht der allererste Hebel sein werden, an dem geschraubt wird."
Studienlage zu Kältetherapie Kryokammer: Wann Kältetherapie helfen kann und wann nicht
Kryokammern werden oft als Allheilmittel beworben: Schmerzlinderung, mehr Energie, weniger Stress. Wissenschaftlich belegt sind die Effekte jedoch nur in wenigen Bereichen.