Es ist kein Selbstläufer
"Die guten Ideen, die die junge Generation mitbringt, müssen irgendwie in ein Jugend-forscht-Projekt überführt werden. Da kann es auch mal zu Rückschlägen kommen. Deswegen sind es oft die engagierten Kolleginnen und Kollegen, die die jungen Forschenden motivieren, unterstützen und begleiten", erklärt Stangl.
Jugend forscht 2025 Schülerinnen forschen an Virus zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen
Im Finale von „Jugend forscht" treten junge Forschende an. Mit dabei: Zwei Schülerinnen und ihr selbst entdecktes Virus, das im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen helfen könnte.
Die Kinder müssen nicht unbedingt gewinnen
"Die Atmosphäre an den Wettbewerbstagen trägt viel dazu bei, dass sich am Ende alle als Gewinner fühlen. Die Teilnehmenden kommen oft mit ihren eigenen Ideen. Dann arbeiten sie monatelang daran und entwickeln eine Begeisterung." Am Ende stellen die Kinder ihre Projekte der Fachgebiets-Jury vor und sehen dann auch die Arbeiten der anderen. Der Austausch untereinander sei besonders wertvoll, findet Stangl. "Es wird ein komplettes Rahmenprogramm mit Verpflegung organisiert. Das trägt letzten Endes dazu bei, dass es nicht nur ums Gewinnen geht." Aber wenn dann trotzdem noch ein Preis rauskomme, sei die Begeisterung natürlich noch größer.
Gewinner bei "Jugend forscht" Jonathan Baschek aus Koblenz hat eine Datenbrille entwickelt
Jedes Jahr werden beim Wettbewerb "Jugend forscht" die Genies der Zukunft ausgezeichnet. Im Bereich Technik hat Jonathan Baschek aus Koblenz mit einer Datenbrille gewonnen.
Die Projektarbeiten können den Werdegang der Jugendlichen beeinflussen
"Wenn man sich anschaut, was an der Spitze bei unseren Landeswettbewerben gemacht wird, dann kann das Einfluss auf die Wahl des Studiengangs haben. Bei den Regionalwettbewerben werden schon sehr kleine Bastel- oder Programmierarbeiten gern gesehen. Es ist ein MINT-Projekt. Aber wenn es dann um Projekte geht, die wirklich Spitze sind, dann ist es schon so, dass sehr viele auch im Studium an dem Thema dranbleiben und Kontakte, die sie durch den Wettbewerb bekommen, weiter nutzen."
Bundesfinale "Jugend forscht" Wie eine Abiturientin aus der Eifel Diabetes-Patienten helfen will
Wenn der Körper den Zucker im Blut nicht mehr steuern kann, ist das Diabetes. Mit einer neuen Behandlungsmethode ist eine Eifelerin jetzt beim Bundeswettbewerb "Jugend forscht".
Vertreter von Universitäten suchen nach jungen Talenten
Das passiere in lockerer Form an den Schlusstagen, erklärt Stangl. Da seien im Rahmen der Öffentlichkeitsausstellung alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen. "Da sind dann neben den Eltern, Lehrern und Schülern natürlich auch Vertreter der Hochschulen dabei. Die unterstützen uns ja auch in unserer Jury-Arbeit. Die sitzen dann neben Vertretern aus der Wirtschaft und den Schulen. Dort werden auch Forschungspraktika vergeben, wodurch sich Kontakte knüpfen lassen, die für beide Seiten wertvoll sind." Darüber hinaus gebe es Pateninstitutionen, die auch Wettbewerbe ausrichten.
Heilbronnerin im Bundesfinale von Jugend forscht Veganer Käse von Timea soll besser sein als Supermarktprodukte
Timea aus Heilbronn forscht an einem veganen Käse, der gut schmeckt und gute Nährwerte hat. Damit hat sie es bis ins Bundesfinale von Jugend forscht geschafft.
Die Zahl der Forschungsbegeisterten ist nicht sehr hoch
"Wer mitmacht, ist mit Begeisterung dabei. Aber wenn man sich die Zahlen anschaut, dann ist der Anteil gemessen an den Schüler- und Studierendenzahlen nicht sehr hoch. Auch Erstsemester-Studenten dürfen sich beteiligen. Da würde ich mir in der Breite schon mehr Forschergeist und mehr Unterstützung für unsere Forschungszentren wünschen."
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