Der 16-jährige Jonathan Baschek ist Schüler des Bischöflichen Cusanus Gymnasiums in Koblenz und frisch gebackener Bundessieger im Bereich Technik bei "Jugend forscht", mit einer besonderen Datenbrille.
Sieger bei "Jugend forscht" im Bereich Technik
SWR1: Gestern war Preisverleihung in Hamburg mit dem Bundespräsidenten und anderen Politikern. Können Sie schon wieder laufen vor Stolz oder hindert einen das auch am Tag danach noch ein bisschen?
Jonathan Baschek: Man muss, glaube ich, erstmal realisieren, was da gestern wirklich passiert ist. Aber natürlich ist man schon stolz darauf.
Datenbrille als Alltagshelfer
SWR1: Was macht die von Ihnen entworfene Datenbrille besser als die, die es schon gibt?
Baschek: Meine Datenbrille ist besonders kostengünstig, dadurch, dass ich mir überlegt habe, an welchen Stellen ich sparen kann, ohne die Funktionalität zu sehr zu verringern. Dadurch kann man sie in viel mehr Bereichen einsetzen. Zusätzlich lässt sie sich sehr einfach programmieren. Somit kann man sie schnell für die unterschiedlichsten Sachen testen und nutzen.
SWR1: Wo könnte Ihre Brille in absehbarer Zeit zum Einsatz kommen?
Baschek: Ich könnte es mir für mich privat beispielsweise vorstellen, wenn ich in der Werkstatt arbeite […], dass mir dann da zum Beispiel eine To-Do-Liste angezeigt wird. Oder dass, wenn ich draußen unterwegs bin, mir eine Wegbeschreibung angezeigt wird.
Günstiger als Produkte auf dem Markt
SWR1: Was haben Sie Teures rausgeschmissen und Günstigeres dann eingebaut?
Baschek: Ich habe mir überlegt, dass fast jeder schon ein Handy hat und dass ich deshalb gar keinen eigenen Computer in die Datenbrille einbaue, sondern nur einen Mikrocontroller. Somit kann man schon sehr viel Geld sparen. Bei den Displays habe ich gesagt, dass man eigentlich nur für Gaming oder für Videostreaming sehr hochauflösende, teure Displays braucht. […]
Da habe ich mich dann entschieden, kostengünstigere zu nehmen, mit denen man dennoch Text und Bilder und so weiter anzeigen kann.
SWR1: Wenn man wie Sie als 16-Jähriger so etwas erfindet, hat man dann auch im Hinterkopf: Wem könnte ich das denn mal zur kommerziellen Produktion anbieten?
Baschek: Das wäre schon der Plan. Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, die Brille irgendwann zu verkaufen. Ich möchte jetzt erstmal noch das Jury-Feedback mitnehmen und noch ein bisschen in die weitere Entwicklung gehen, aber längerfristig hätte ich daran auf jeden Fall Interesse.
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Jonathan Baschek: Durch technisches Interesse zur Forschung
SWR1: Was motiviert Sie zur Forschung?
Baschek: Bei mir ist es tatsächlich einfach aus technischem Interesse losgegangen. Ich habe mir Datenbrillen angeguckt und war fasziniert. Aber ich habe dann die Preise gesehen, von teils mehreren hundert bis mehreren tausend Euro. Dann hab ich mich eben entschieden, dass ich das selber bauen möchte und so ist ursprünglich die Idee dafür entstanden.