Terrorismusexperte nach CSD-Anschlag: "Würde nicht von Einzeltäter ausgehen"

Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin gehen die Sicherheitsbehörden von keiner weiteren Gefährdung aus. Der mutmaßliche Attentäter, Abdul B., ist am Abend bei einem Polizeieinsatz erschossen worden. Ob es sich bei ihm um einen Einzeltäter handelt, ist noch nicht klar.

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"Ich würde im Augenblick keinesfalls von einem Einzeltäter sprechen", sagt ARD-Terrorismusexperte Holger Schmidt in SWR Aktuell. "Selbst, wenn er die Tat allein begangen hätte, wäre immer noch die Frage, ob möglicherweise jemand im Hintergrund ihm Anleitungen gegeben hat. Das erleben wir ganz häufig bei Anschlägen des IS."

Ich kann nachvollziehen, wenn Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagt, dass die konkrete Gefahrenlage auf dem CSD in Berlin vorbei sei. Die islamistische Bedrohung hält dagegen weiterhin an.

Demnach stehen auch zwei Tage nach dem Anschlag noch viele Fragen im Raum: Es sei noch nicht klar, ob Abdul B. das Auto selbst gefahren habe. Es sei nur sehr naheliegend, dass er es besorgt hat. "Vielleicht hat er es gefahren, aber wer war da vielleicht noch drin? Gab es einen Beifahrer? Was ist mit einer weiteren Festnahme?"

Bei dem Anschlag auf den CSD am Samstagabend waren eine Frau getötet und 29 Menschen verletzt worden.

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