Der Angriff auf den Christopher Street Day (CSD) am Samstag in Berlin mit mindestens 29 Verletzten und einer Toten, hat in Baden-Württemberg Bestürzung ausgelöst. Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) teilte auf Instagram mit: "Der islamistische Terroranschlag auf den CSD in Berlin ist entsetzlich." Sein Mitgefühl gelte den Opfern und Angehörigen.
Özdemir: "Keine Freiheit den Feinden der Freiheit"
Der Staat müsse Sicherheit im öffentlichen Raum gewährleisten, auch mit robusten Mitteln, so Özdemir. Der CSD sei "ein Fest der Lebensfreude und der Solidarität". Immer wieder würden Islamisten versuchen, den Stolz von LGBTTIQ+ mit Terror zu brechen. "Diesen Angriffen stellen wir uns entschieden in den Weg." Für Özdemir gelte: "Keine Freiheit den Feinden der Freiheit."
Das Land gehöre den Bürgerinnen und Bürgern, in Parks, auf Bahnhöfen, auf Festivals, auf jeder Straße, an jedem Ort, jederzeit. Özdemir schreibt weiter: "Terroristen wollen uns mit Angst überfluten und diese Räume nehmen. Es wird ihnen nicht gelingen." Er appelliert an die Bevölkerung, zusammenzustehen - jetzt erst recht.
Hagel fordert konsequente Strafverfolgung
Der baden-württembergische Innenminister Manuel Hagel (CDU) äußert sich ebenfalls auf den Sozialen Medien zu dem Vorfall. "Unsere Gedanken sind heute bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen Menschen, die durch den gestrigen Anschlag in Angst und Trauer versetzt werden." Die Gefahr islamistisch motivierter Anschläge sei real, so Hagel auf "X". Es brauche deshalb eine starke Polizei, leistungsfähige Nachrichtendienste und eine konsequente Strafverfolgung.
Hildenbrand spricht von Angriff auf die "vielfältige Demokratie"
Bestürzt äußerte sich auch BW-Sozialminister Oliver Hildenbrand (Grüne): "Der abscheuliche Angriff auf den Christopher-Street-Day ist ein Angriff auf queeres Leben, unsere offene Gesellschaft und unsere vielfältige Demokratie." Seine Gedanken seien bei allen, die von dieser grausamen Tat betroffen seien.
Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass es sich bei dem Angriff auf den CSD Berlin um einen islamistischen Terrorangriff handelt. Auf eine derartige Motivation des Tatverdächtigen deute "alles" hin, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Sonntag in Berlin. Die Suche nach dem Mann stehe nun im Vordergrund.
In Stuttgart wird der Opfer des Anschlags am Sonntagabend beim CSD auf dem Marktplatz gedacht. Bei der Veranstaltung werde die Polizeipräsenz erhöht, teilten die Organisatoren mit.