Ukraine-Experte: "Mit Russland zu reden, wäre Zeitverschwendung"

Die Ukraine leidet aktuell unter den schlimmsten Angriffen Russlands seit Beginn des Kriegs im Februar vor vier Jahren. Wie soll Europa damit umgehen? Mehr Geld für Waffen an die Ukraine, um so Präsident Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zu bringen? Außenminister Johann Wadephul (CDU) spricht von ersten Anzeichen, dass in Russland die Bereitschaft zu Gesprächen wächst.

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Der ukrainische Journalist Denis Trubetskoy in Kiew sieht dagegen "keine Argumente, die Europa einbringen kann". In SWR Aktuell sagte er: "Das ist eine Angelegenheit, in der die US-Administration von Donald Trump in den vergangenen Monaten katastrophal gescheitert ist, obwohl die Zugeständnisse, die Washington an Moskau gemacht hat, recht groß waren."

Man kann reden, das würde die Ukraine auch begrüßen - ich befürchte nur, es würde sich um Zeitverschwendung handeln. Es ist unklar, was Europa dabei überhaupt anbieten kann. Am Ende braucht die Ukraine gerade jetzt eigentlich starke Verbündete und weniger Vermittlung aus Europa.

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"Flugabwehr hat jetzt oberste Priorität"

Europa könne im militärischen Bereich enger mit der Ukraine zusammenarbeiten - insbesondere, wenn es um die Möglichkeiten der Ukraine gehe, Ziele in Russland zu treffen. Nach dem Angriff auf Kiew am vergangenen Sonntag habe die Flugabwehr jedoch oberste Priorität. Dabei spielten auch die USA eine "sehr große Rolle": "Die Ukraine kann jetzt halbwegs damit umgehen, russische Drohnen und klassische Marschflugkörper abzufangen - mit ballistischen Raketen ist es schwierig", so Trubetskoy.

Was die Angriffe vom Sonntag mit den Menschen in Kiew machen, das wollte SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch von Denis Trubetskoy wissen.

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