Vogelgrippe im Zoo verhindern: So schützt sich die Wilhelma

Die Vogelgrippe breitet sich in Deutschland weiter aus. Sie gefährdet nicht nur Vögel in Geflügelbetrieben, sondern auch die im Zoo. Wie also schützt man dort die Tiere?

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Hunderte Kraniche sind schon an der Vogelgrippe gestorben, Geflügelhöfe müssen die Tiere töten und verbrennen, sobald das Virus in den Betrieb gelangt. Diskutiert wird eine Stallpflicht, damit sich die Vögel nicht anstecken. So weit könnte es auch in der Willhelma kommen - je nachdem wie die Lage sich entwickelt.

Wilhelma-Tierarzt zu Vogelgrippe: Im schlimmsten Fall Zoo sperren

Tobias Knauf-Witzens ist der leitende Tierarzt in dem Stuttgarter Zoo. Im Gespräch mit SWR Aktuell erklärt er die verschiedenen Schritte, die möglich sind, um die Tiere zu schützen. So könnten zum Beispiel "epidemiologische Einheiten" gebildet werden. Überall, wo Vögel im Zoo sind, gebe es dann besondere Maßnahmen - einen Besucherstopp für den Bereich, Desinfektionsmatten oder dass nur bestimmte Pfleger dorthin dürfen. "Sollte es ganz schlimm kommen, dann würde man den Zoo sogar sperren."

Volieren und Stall: Zoo-Vögel vor Geflügelpest schützen

Damit die Zoo-Vögel nicht von Wildvögeln angesteckt werden, müsse der direkte Kontakt vermieden werden. Viele Vögel in der Wilhelma sitzen bereits in Volieren - das sind ringsherum mit Netzen eingezäunte Bereiche. Damit dort nichts durchdringt, könnten zusätzlich Planen angebracht werden. Das sei aber mit Blick auf die Herbststürme schwierig. Wie die Vögel im Zoo auf solche Maßnahmen reagieren und was passiert, wenn ein Vogel in der Wilhelma tot aufgefunden wird, erklärt Tobias Witzens im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.

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Nicht nur bei uns, auch in anderen Teilen Deutschlands mussten zuletzt zehntausende Hühner, Gänse und Puten gekeult werden. Dazu verenden immer mehr Kraniche - die Vogelgrippe breitet sich derzeit ungewöhnlich stark aus. Was man nun wissen muss.

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