- Ausnahmegenehmigung für Eier aus Freilandhaltung
- Maßnahmen im Kreis Alzey-Worms in Kraft
- Maßnahmen im Kreis Trier-Saarburg und Bitburg-Prüm
- Stallpflicht im Kreis Mayen-Koblenz und im Rhein-Hunsrück-Kreis
- Kreise in der Pfalz mit Stallpflicht
- Stallpflicht auch im Raum Mainz
- So viele Tiere sind in ganz RLP betroffen
Nur in den Kreisen Ahrweiler und Altenkirchen sowie im Westerwaldkreis gilt noch keine Stallpflicht. Einige Landwirte aus Kreisen, in denen es die behördliche Pflicht noch nicht gibt, haben dennoch aus Furcht vor der Vogelgrippe bereits ihre Freilandhühner in den Stall gebracht. In der Regel dürfen sie dann aber die Eier nur noch als solche aus Bodenhaltung vermarkten - und damit zu niedrigeren Preisen.
Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat zuletzt eine weitere Ausnahmegenehmigung für diese Geflügelhalter angekündigt. Die Landwirte können die Eier weiterhin als Eier aus Freilandhaltung verkaufen. Zuvor hatte das Land bereits Bio-Hühnerhaltern erlaubt, auch dann die Bezeichnung Bio-Eier zu nutzen, wenn Tiere zum Schutz vor der Vogelgrippe freiwillig im Stall gehalten werden. Eine allgemeine Aufstallpflicht für das gesamte Bundesland ist zurzeit nicht geplant.
Wo gilt überall Stallpflicht?
Im Kreis Alzey-Worms gilt seit Ende Oktober die Stallpflicht. Geflügelhalter in Eich, Gimbsheim, Hamm und in Worms müssen ihre Tiere im Stall oder unter Netzen vor infizierten Wildvögeln schützen. Wie die Kreisverwaltung mitteilte, dürfen außerdem im Kreis keine Geflügelmärkte oder -ausstellungen mehr stattfinden. In der Region war eine Wildgans gefunden worden, die infiziert war.
Im Raum Trier gilt die Stallpflicht, ebenso im Eifelkreis Bitburg-Prüm
Auch das Veterinäramt des Kreises Trier-Saarburg hat eine Stallpflicht für Geflügelhalter verhängt. Diese gilt für den Kreis und die Stadt Trier. Das Veterinäramt habe sich dazu entschieden, um die Übertragung der Geflügelpest auf private und gewerbliche Geflügelbestände zu verhindern, sagte eine Sprecherin. Die Aufstallpflicht bedeute nicht, dass die Tiere in einem geschlossenen Stall bleiben müssten. Möglich sei auch ein Auslauf, der oben und seitlich so abgedeckt ist, dass keine Wildvögel ins Gehege eindringen könnten. In der Region gibt es 1.400 Geflügelhalter.
Im Eifelkreis Bitburg-Prüm ist wegen der Vogelgrippe ebenfalls eine Stallpflicht für Geflügel in Kraft. Sie gilt vorerst bis 30. November. Das teilte die Kreisverwaltung mit. Geflügel muss nun zwingend in geschlossenen Ställen oder einer dichten Überdachung mit Seitenschutz gehalten werden.
Vögel müssen im Kreis Mayen-Koblenz und im Rhein-Hunsrück-Kreis drinnen bleiben
Im Norden des Landes sind in fast allen Landkreisen Fälle aufgetreten. Im Kreis Mayen-Koblenz und im Rhein-Hunsrück-Kreis gilt die allgemeine Aufstallpflicht zunächst bis Ende November. Außerdem sind der Kauf oder Verkauf von Geflügel über Märkte, Börsen und mobile Händler verboten. Ziel ist es, die weitere Ausbreitung einzudämmen und die Hausgeflügelbestände zu schützen.
Stallpflicht in der West-, Süd- und Vorderpfalz
Im Kreis Südwestpfalz, in Zweibrücken und Pirmasens gilt eine Stallpflicht, zuletzt kam am 12. November der Kreis Kusel hinzu. Die Kreisverwaltung riet aber schon zuvor allen Geflügelhaltern, ihre Tiere im Stall zu lassen. Hintergrund war, dass sich ein Verdachtsfall bestätigt hatte. Inzwischen wurde das Virus laut Landesuntersuchungsamt bei 6 Kranichen in den genannten Bezirken nachgewiesen. Der Kreis Kaiserslautern und die Stadt haben ebenfalls eine Stallpflicht verhängt. Auch dort gibt es 6 bestätigte Fälle.
Auch die Falkner in der Westpfalz sind von der Stallpflicht betroffen, unter ihnen Jennifer Raab aus Neuhemsbach im Kreis Kaiserslautern, die eigentlich Eulenwanderungen anbietet. Sie hat diese schon sehr früh eingestellt, um ihre Tiere zu schützen.
Wegen der Vogelgrippe gilt auch im Donnersbergkreis eine Stallpflicht für Geflügel. Dort wurden bisher 4 tote Kraniche gefunden, die mit dem Erreger infiziert waren.
Seit 12. November müssen jetzt auch die Geflügelzüchter in der Vorder- und Südpfalz ihre Tiere einsperren. Dazu gehören die Kreise Germersheim, Südliche Weinstraße, Bad Dürkheim und der Rhein-Pfalz-Kreis. Die Verfügung gilt für gewerbliche Nutztierhalter und für Hobby-Geflügelzüchter. Rund 150.000 Hühner, Gänse, Enten und Zucht-Tauben sind betroffen.
Stallpflicht in vielen Kreisen wegen toter Kraniche Immer mehr bestätigte Fälle von Vogelgrippe in der Westpfalz
In der Westpfalz breitet sich die Vogelgrippe weiter aus. In der Südwestpfalz und in den Kreisen Donnersberg, Kaiserslautern und Kusel gibt es immer mehr bestätigte Fälle.
Stallpflicht auch in Mainz und im Kreis Mainz-Bingen
Auch in Mainz und im Landkreis Mainz-Bingen wurde wegen der Vogelgrippe inzwischen eine Stallpflicht für Geflügel verhängt. Die Stallpflicht gilt den Angaben zufolge sowohl für gewerbliche als auch private Haltung von Geflügel. Geflügelmärkte und Ausstellungen sind verboten. Zuvor war bei einem toten Kranich in Bingen und bei einem Schwan in Mainz-Weisenau das Vogelgrippe-Virus nachgewiesen worden.
Seuche breitet sich aus Vogelgrippe: Stallpflicht für Geflügel in ganz Rheinhessen
In Rheinhessen wird wegen der Vogelgrippe die Stallpflicht für Geflügel ausgeweitet. Nach dem Kreis Alzey-Worms sind jetzt auch Mainz und der Kreis Mainz-Bingen betroffen.
Bisher keine Stallpflicht im Westerwaldkreis
Obwohl im Westerwaldkreis bei inzwischen 7 toten Kranichen die hochansteckende Variante H5N1 nachgewiesen und vom Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt wurde, kündigte die Kreisverwaltung dort bisher keine Stallpflicht an. Tote Tiere werden aufgesammelt, um eine Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern.
Mehr als 80 bestätigte Vogelgrippe-Fälle in Rheinland-Pfalz
Die Zahlen von Landesuntersuchungsamt und Friedrich-Loeffler-Institut weichen voneinander ab. Erst wenn das Institut bestätigt, dass es sich um "Influenza A H5N1 hochpathogen" handelt, gilt der Ausbruch der Geflügelpest als amtlich festgestellt.
Das Friedrich-Loeffler-Institut hat den Erreger vom Subtyp H5N1 bislang bei 82 Wildvögeln sowie 3 Gänsen aus einem Hausgeflügelbestand bestätigt. Die Gänse wurden getötet.
"Ungewöhnliche Dynamik" der Vogelgrippe
Das Landesuntersuchungsamt hatte von einer "ungewöhnlichen Dynamik" gesprochen. Täglich erreichten Verdachtsfälle aus ganz Rheinland-Pfalz die Behörde. Damit die Vogelgrippe nicht auf Stalltiere übergreife, seien die Veterinärbehörden im Land in engem Kontakt und hielten Ausschau nach verendeten Wildvögeln.
Gänse verendet Mehrere Fälle von Vogelgrippe in der Pfalz
Bei einem Halter von Gänsen und Hühnern aus der Verbandsgemeinde Edenkoben ist die Geflügelpest ausgebrochen. Alle seine Gänse sind daran verendet.
Deutschlandweite Ausbreitung der Vogelgrippe
Seit Wochen breitet sich die Krankheit über ganz Deutschland aus. Sie trifft zunehmend auch Geflügelbetriebe - und das mit voller Wucht. Die größten Verluste gab es bislang in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.