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Art Basel: Kunstmesse in Zeiten von Krisen?

Kunstkennerinnen und Kuratoren kommen dieses Wochenende zur größten Kunstmesse der Welt nach Basel. In den Kunstwerken und auf dem Markt spielen Krisen eine große Rolle.

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Von Autor/in Igor Basic SRF, Elisabeth Marx

Kunstwerke von mehr als 4.000 Künstlerinnen und Künstlern aus 289 Galerien und 42 Ländern können die Besucherinnen und Besucher der Art Basel an diesem Wochenende bewundern. Installationen, Gemälde oder Film- und Fotokunst sowie Podiumsdiskussionen finden vom 19. bis 22. Juni in Basel statt. Damit zieht die wichtigste internationale Kunstmesse für zeitgenössische, hochpreisige und spektakuläre Kunst wieder Zehntausende Fans von moderner Kunst in die Schweiz.

Schwere Zeiten spiegeln sich in Kunst und Markt wieder

Erstaunlich viele Arbeiten thematisieren in diesem Jahr aktuelle Krisen. Ganz verschiedene Kunstwerke laden die Besucherinnen und Besucher ein, genau hinzuschauen und über die aktuelle Situation in der Welt nachzudenken: "Stars and Stripes" am Boden symbolisieren den fragilen Zustand der US-amerikanischen Demokratie neben Soldaten mit einer Babypuppe im Arm oder verrostete Kanonen.

Und was sofort ins Auge fällt: Die Installation "Forgotten Dreams" von Jaume Plensa. In einem Gang hängen links und rechts 21 Aluminiumtüren. Auf ihnen sind die Menschenrechte in englischer Sprache eingearbeitet. Bei einigen Besucherinnen und Besuchern kommt die zeitgenössische Kritik gut an. Wie etwa bei Matthias Frei. Er meint: "Letztendlich feiert sich hier auch der Kunstkommerz."

Auch die vielen Kriege weltweit werden auf der Art Basel 2025 nicht ignoriert - wie hier mit einem Soldaten, der ein Baby im Arm hält.
Auch die vielen Kriege weltweit werden auf der Art Basel 2025 nicht ignoriert - wie hier mit einem Soldaten, der ein Baby im Arm hält.

Markt und Besucher reagieren vorsichtig

Jährlich kommen Tausende Kunstsammlerinnen, Händler, Kuratorinnen und Kunstliebhaber aus aller Welt nach Basel. Die Art Basel gehört zu den wichtigsten internationalen Kunstmessen. Laut "Art Market Report", dem die Art Basel gemeinsam mit der Großbank UBS Global veröffentlicht, wurden im vergangenen Jahr weltweit Kunstverkäufe von insgesamt 57,5 Milliarden US-Dollarn getätigt. Damit sinken die Umsätze erneut. Globalen Kunstkäufe gehen massiv zurück. Die Zeiten sind unsicher, viele Menschen sparen Geld. Die Besucherinnen und Besucher in Basel reagieren zurückhaltend. Die Veranstalter geben sich dennoch optimistisch.

Es gibt natürlich eine Instabilität auf der ganzen Welt, die auch im Kunstmarkt spürbar ist. Aber die Art Basel ist immer ein bisschen der Fels in der Brandung.

Internationale Kunstszene in der Schweiz

Seit 1970 veranstaltet die MCH Group, ein internationales Eventmarketingunternehmen, jährlich die Art Basel. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 90.000 Besucherinnen und Besucher. In Galerien, lokalen Institutionen und der ganzen Stadt stellen sie die Kunst aus. Mittlerweile wird die Kunstmesse auch in Miami Beach, Hongkong, Paris und Qatar veranstaltet.

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