Bauarbeiten hatten Bahnverkehr lahmgelegt

Bahn-Chaos vorbei: Züge zwischen Freiburg und Basel rollen wieder

Die Züge auf der Rheintalstrecke zwischen Freiburg und Basel sind wieder planmäßig unterwegs. Kurzfristige Bauarbeiten hatten die Strecke am Sonntag lahmgelegt - mit vielen gestrandeten Passagieren.

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Von Autor/in Lisa Discher, Damian Correa Koufen, Louise Schöneshöfer

Nach Zugausfällen, Verspätungen und Gleisänderungen am Sonntag kann die Strecke der Rheintalbahn seit Montagmittag wieder ohne Beeinträchtigungen befahren werden. Bereits am Morgen hatte sich die Lage zusehends entspannt. Doch reibungslos lief das nicht.

Züge fahren seit der Mittagszeit wieder regulär

Zwischen Freiburg und Basel gab es bis zum Morgen noch Bahnprobleme. Die Deutsche Bahn teilte online mit, dass der Streckenabschnitt nur eingleisig befahrbar war. Dies führte noch bis zum Mittag zu Verspätungen und Teilausfällen. Inzwischen hat sich der Nah- und Fernverkehr zwischen Basel und Freiburg wieder normalisiert. Reisende können wieder ohne Beeinträchtigungen unterwegs sein, so die DB.

Bis etwa 10 Uhr kam es laut Bahn auf der Linie RE 7 zwischen Freiburg und Basel Bad Bahnhof sowie auf der Linie RB 27 zwischen Müllheim und Neuenburg (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) zu Zugausfällen. Als Alternative konnten Reisende Züge der Linie RB 27 nutzen. Zwischen Müllheim und Neuenburg stand ein Ersatzverkehr mit Bussen zur Verfügung. Seit etwa 12 Uhr fahren die Züge zwischen Basel und Freiburg nun wieder regulär.

Wegen massiver Probleme bei der Bahn strandeten am Sonntag etliche Fahrgäste in Freiburg:

Kurzfristige Bauarbeiten verursachten Bahn-Chaos

Kurzfristige Bauarbeiten zwischen Heitersheim (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) und Rheinweiler (Kreis Lörrach) hatten am Sonntag den Betrieb lahmgelegt. Ein Software-Update führte außerdem dazu, dass die Bauarbeiten nicht planmäßig beendet werden konnten, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn mitteilte. Die Bauarbeiten in dem Bereich seien aber inzwischen beendet, teilte eine Sprecherin der DB mit.

Weitere Verzögerungen entstanden zudem durch einen Notarzteinsatz, weshalb die Streckensperrung für zwei Stunden auch auf den Abschnitt zwischen Karlsruhe und Basel ausgedehnt werden musste. Hunderte Passagiere strandeten in der Mittagshitze am Freiburger Hauptbahnhof.

Reisende beklagten Organisation am Freiburger Hauptbahnhof

Die Organisation wirkte dürftig, die Lage unübersichtlich. Die meisten Betroffenen waren Paare und Familien mit Koffern oder Fahrrädern, die in den Urlaub fahren wollten. Viele Reisende beklagten die schlechte Organisation der Ersatzbusse und wirkten überfordert.

Einsatzkräfte der Polizei, des Technischen Hilfswerks (THW) und des Rettungsdienstes koordinierten den Übergang zum Ersatzverkehr und verteilten Wasser. Laut Polizei blieb die Lage ruhig. Ein Sprecher der Integrierten Leitstelle (ILS) berichtete von einzelnen Einsätzen mit kollabierten Personen. Ob es sich dabei um wartende Reisende handelte, konnte der Sprecher nicht bestätigen.

Bahn-Chaos am Freiburg HBF nach Streckensperrung bei Heitersheim
Die Deutsche Bahn hat Ersatzbusse eingerichtet. Wo und wann sie abfahren, war vielen Fahrgästen unklar.

Fahrgast enttäuscht über fehlende Informationen

Eine Frau sagte gegenüber dem SWR, sie wäre zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon in Berlin gewesen - um dann in Richtung ihres Zielorts Warnemünde an der Ostsee umzusteigen. Sie habe schon um 5:30 Uhr morgens in Basel am Bahnhof gestanden und sei dann mit dem Taxi nach Freiburg gefahren. Jetzt warte sie darauf, dass ihr Zug sich endlich in Bewegung setze.

Eine andere Urlauberin, die nach Bern wollte, beschwerte sich über die Informationspolitik der Bahn. Sie sei erst im Zug gegen halb zehn Uhr darüber informiert worden, dass der Zug in Freiburg ende, obwohl die Sperrung laut eines Mitarbeiters der Bahn schon seit dem frühen Morgen bekannt gewesen sei.

Bahn-Chaos am Freiburg HBF nach Streckensperrung bei Heitersheim
Ein Schlafwagen ist in der Mittagshitze am Freiburger Hauptbahnhof gestrandet.

Bauarbeiten nicht rechtzeitig beendet

Ein Sprecher der Bahn erklärte gegenüber dem SWR die genaueren Gründe für die Sperrung: Die nächtlichen Bauarbeiten an der Rheintalstrecke, die immer wieder nachts vorgenommen werden, hätten dieses Mal unerwarteterweise nicht mit Betriebsbeginn beendet werden können.

Die Bahn bat ihre Fahrgäste um Entschuldigung und verwies auf die digitalen Auskunftsmedien wie bahn.de und den DB-Navigator.

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Lisa Discher
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Damian Correa Koufen
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