Die meisten Kommunen in Baden-Württemberg schneiden bei der Versorgung mit Ärztinnen und Ärzten, Schulen, schnellem Internet und vielen anderen Infrastruktur-Angeboten gut ab. In der Mehrheit der Gemeinden ist die Versorgung sehr gut, wie aus dem "Gemeindecheck Daseinsvorsorge" des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Tabakkonzerns Philip Morris hervorgeht.
Menschen in Böblingen sind am besten versorgt
Böblingen schneidet dabei in Baden-Württemberg am besten ab. Die Kreisstadt liegt bundesweit auf dem elften Rang der insgesamt fast 11.000 Gemeinden. Auf Platz eins liegt Haar bei München, auf Platz zwei Offenbach am Main. Auch wenn keine der Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg unter den besten Zehn ist, kann sich die Bilanz dennoch sehen lassen. Die Landeshauptstadt Stuttgart liegt auf Platz 15, gefolgt von Karlsruhe mit Rang 17.
Weiter hinten, jedoch auch mit einer "sehr guten" Versorgung, landen laut dem IW Ulm (Platz 185), Freiburg (295), Konstanz (528) und Heilbronn. Die Forschenden untersuchten nach eigenen Angaben fast alle 11.000 Gemeinden in Deutschland auf Basis von 17 Indikatoren. Diese umfassen die Bereiche Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digitales und Freizeit. Das IW hat dabei die Versorgung mit Kitas und Schulen, die Anbindung an Autobahnen, Nahverkehr und Flughäfen sowie die Erreichbarkeit von Ärzten, Apotheken, Pflegeeinrichtungen, Theater, Museen, Schwimmbädern bewertet. Ebenfalls einbezogen wurden die Mobilfunkabdeckung und die Breitbandverfügbarkeit.
Die Bewertung jeder Gemeinde lässt sich in der Karte zum "Gemeindecheck Daseinsvorsorge" des IW abrufen:
Gemeinden in Schwarzwald, Hohenlohe, Odenwald und auf der Alb abgehängt
Die schlechteste Versorgung in der IW-Auswertung hat Bad Rippoldsau-Schapbach (Kreis Freudenstadt). Auch die Gemeinden Böllen und Häg-Ehrsberg (beide Kreis Lörrach), Öhningen (Kreis Konstanz) und Dettighofen (Kreis Waldshut) schneiden "sehr schlecht" ab. Insgesamt bewertet das IW die Versorgungslage in knapp 100 Kommunen in Baden-Württemberg als "sehr schlecht". Das trifft vor allem Gemeinden im Südschwarzwald, in Hohenlohe, im Odenwald und auf der Schwäbischen Alb.