Zur Finanzierung seines Lebensstils

Anklage erhoben: Freiburger Bestatter soll Zahngold von 250 Verstorbenen gestohlen haben

Einem Bestatter wird vorgeworfen, mehr als 8 Kilogramm Zahngold und Schmuck von Verstorbenen gestohlen zu haben. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.

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Von Autor/in Mario Schmidt

Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat am Amtsgericht Anklage gegen einen ehemaligen Bestatter erhoben. Er soll zwischen September 2019 und September 2024 in mindestens 250 Fällen Zahngold und Wertgegenstände von Verstorbenen im Wert von knapp 250.000 Euro gestohlen haben. Weitere Taten, die bis in das Jahr 2013 zurückreichen, sind inzwischen verjährt und werden nicht angeklagt, so die Staatsanwaltschaft.

Auch die Ehefrau des Bestatters und ein Juwelier aus Waldkirch (Landkreis Emmendingen) sind angeklagt. Ihnen wirft die Staatsanwaltschaft Freiburg Beihilfe und Geldwäsche vor. Der Verkauf der Beute sei größtenteils über den Juwelier abgewickelt worden.

Mehr als acht Kilogramm Zahngold entwendet

Der angeklagte Bestatter war als Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung der Stadt Freiburg tätig. Ihm wird unter anderem Verwahrungsbruch in Tateinheit mit Störung der Totenruhe in 250 Fällen sowie teilweise in Tateinheit mit Diebstahl und Geldwäsche vorgeworfen.

Er soll mehr als acht Kilogramm Zahngold aus Füllungen, Brücken, Kronen und Prothesen aus den Gebissen der Toten entfernt haben, die zur Kremation bestimmt waren. Außerdem habe er Schmuck, Uhren und andere Wertgegenstände der Verstorbenen gestohlen.
In einem Fall soll er zudem Fotos eines Mordopfers gemacht und diese verbreitet haben. Laut der Staatsanwaltschaft sollen sich die Angeklagten durch den Verkauf einen gehobenen Lebensstil finanziert haben.

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