Eine bundesweite Initiative der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft (Vereinigung für Baumkunde) hat am Freitagnachmittag die Danieltanne im Gemeindewald von Grafenhausen (Kreis Waldshut) zum "Nationalerbe-Baum" erklärt. Die Weißtanne wurde aus rund zehn besonders dicken Tannen ausgewählt.
Danieltanne beeindruckt durch Alter und Maße
Die "Danieltanne" in Grafenhausen hat einen Stammumfang von fast sechs Metern, ist 450 Jahre alt und 45 Meter hoch: Etwa so hoch wie ein Hochhaus mit einem Dutzend Stockwerken. Sie steht auf knapp 1.000 Metern Höhe und überragt die umliegenden Bäume deutlich. Nach Einschätzung des Kuratoriums "Nationalerbe-Bäume" sei sie so alt wie keine andere Tanne im Schwarzwald. Danieltanne heißt sie übrigens, weil sie im Gewann "Daniel" steht.
Die Auszeichnung gilt als Zeichen dafür, wie selten solche alten Weißtannen im Schwarzwald geworden sind. In den 1980er Jahren setzten Immissionen den Wäldern zu, danach folgten schwere Stürme. Auch die extremen Trockenjahre ab 2019 hätten deutliche Schäden hinterlassen, so die Initiative „Nationalerbe-Baum“. Dass die Danieltanne all das überstanden habe und noch immer außergewöhnlich vital sei, gelte deshalb als Besonderheit.
"Nationalerbe-Bäume" besonders schützenswert
Mit der Auszeichnung als "Nationalerbe-Baum" möchte die bundesweite Initiative alte Bäume schützen und pflegen. Sie beklagt, dass in Deutschland immer wieder alte Bäume aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt würden und dadurch nur noch wenige uralte Exemplare erhalten seien.