Der beschauliche Ort Wasenweiler am Kaiserstuhl (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) wird dieses Wochenende zur Rennstrecke. Denn durch die malerischen Weinberge schlängelt sich eine asphaltierte Straße, die wie gemacht ist für das Downhill-Skateboarding. Mit Tempo fahren die Sportlerinnen hier die eineinhalb Kilometer lange Strecke hinunter. Es geht um die Deutsche Meisterschaft.
Downhill-Skateboarding: Schürfwunden bleiben in Wasenweiler nicht aus
Am Wochenende mit am Start ist auch der achtfache Deutsche Vize-Meister Alex Dehmel. Dieses Mal erhofft er sich den Sprung auf Platz eins. Seit 20 Jahren steht Dehmel auf dem Brett. Was für Außenstehende nach einem halsbrecherischen Sport aussieht, ist für ihn längst Routine. "Letztendlich ist es auch ein bisschen wie Fahrradfahren. Man fängt langsam an. Und dann arbeitet man sich so langsam hoch", so Dehmel.
Was sich für den Routinier wie Fahrradfahren anfühlt, ist für manch anderen noch immer eine Herausforderung. Beim Warmfahren am Freitag waren bei unerfahreneren Fahrern bereits die ersten tiefen Schürfwunden zu sehen. Dabei sind die hier erreichbaren Spitzengeschwindigkeiten noch harmlos. Auf anderen Strecken wird gerne mal auf 100 Stundenkilometer beschleunigt.
Im Eins gegen Eins geht es um die Deutschen Meisterschaft
Auch Dehmel hat in seinen 20 Jahren auf dem Brett schon den ein oder anderen Sturz erlebt. "Ich hab mich schon das ein oder andere Mal verletzt. Aber alles im Rahmen. Also ab und zu mal ein kleiner Knochenbruch oder eine kleine Schürfwunde", so der Titelanwärter. Außergewöhnlich hoch sei das Verletzungsrisiko aber nicht. Außerdem tragen alle Helme und Protektoren.
Am Samstagvormittag sind die Fahrerinnen und Fahrer in der Qualifikation in Dreiergruppen gegeneinander angetreten. Mittags geht es in die Finalrunden. Dann begeben sie sich im Eins-gegen-Eins auf die kurvige Strecke. Wer als Erstes über die Ziellinie kommt, ist eine Runde weiter.
Wer wird Deutscher Meister? – Entscheidung fällt im Juli
Organisiert hat das Event der Longboardverein Freiburg gemeinsam mit Downhill Deutschland. Für Mitorganisator Konstantin Thomas vom Longboardverein Freiburg haben Rennen wie diese ihren ganz besonderen Reiz. Sehr taktisch müsse man vorgehen. "Man muss schauen, wann man sich wo positioniert und an welcher Stelle man überholen kann", so Thomas.
Wer sich am Ende Deutscher Meister und Deutsche Meisterin nennen darf, entscheidet sich an diesem Wochenende aber noch nicht. Für die endgültige Entscheidung werden die Ergebnisse des Rennens in Wasenweiler mit einem weiteren Rennen in Lichtenhain in Thüringen verrechnet. Das findet erst im Juli statt.
Deutsche Meisterschaft in Wasenweiler: Programm das ganze Wochenende
Das Event in Wasenweiler läuft noch das gesamte Wochenende. Am Samstagabend gibt es eine Party und am Sonntag steigen die Fahrerinnen und Fahrer nochmal auf ihre Bretter. Dann steht "Freeride" auf dem Plan. Hier geht es ausschließlich um den Spaß. Zuschauerinnen und Zuschauer sind das ganze Wochenende willkommen.