Der Brand im Tierheim Freiburg-Lehen am Neujahrstag vor einem Jahr wirkt bis heute nach. Am Morgen nach Silvester geriet ein eingeschalteter Herd in Brand. Futterküche, Büroräume und das Vogelhaus wurden durch den Brand zerstört. 40 Vögel und mehrere Igel verendeten durch den Brand. Noch ein Jahr später kämpft das Tierheim mit den Folgen.
Wasser, Rauch und Ruß richten massive Schäden an
Als Tierheimleiter Marko Marsovszky am Neujahrsmorgen die Nachricht über den Brand bekam, saß der Schock tief. "Man rechnet mit vielem, aber nicht damit", sagt er. Nicht nur das Feuer, auch Rauch, Ruß und Löschwasser setzten dem Gebäude massiv zu.
Besonders betroffen waren die Futterküche, die Büroräume und die Voliere der Vögel. Nach den Löscharbeiten drang zusätzlich Regenwasser durch das beschädigte Dach ins Innere. "Wir hatten tausende Wassertöpfe im Haupthaus stehen, um das Regenwasser aufzufangen", erklärt Marsovszky die unvorhergesehenen Folgen des Brands.
Balken wurden freigelegt und abgeschliffen, um Brand- und Wasserschäden sichtbar zu machen. Auch die Wände wurden abgetragen. Jetzt im neuen Jahr soll das Dach abgenommen und die beschädigten Balken ersetzt werden, so Marsovszky.
Brand hat im Tierheim auch emotionale Folgen
Beim Brand starben 40 Vögel und mehrere Igel, die im Tierheim aufgepäppelt werden sollten. Für das Team war der Brand nicht nur ein baulicher Einschnitt, sondern auch emotional.
Dass Tiere sterben und man ihnen nicht helfen kann, ist das schlimmste Szenario.
Die Trauer sei bis heute spürbar, sagt Marko Marsovszky. Auch im Team werde noch immer viel darüber gesprochen, was passiert ist und darüber, dass man den Tieren nicht mehr helfen konnte.
Brandschaden im Tierheim liegt in Millionenhöhe
Der finanzielle Schaden liegt bei rund einer Million Euro. Einen großen Teil übernimmt die Versicherung. Dennoch bleiben hohe Kosten am Tierschutzverein Freiburg hängen. Das Tierheim sei allgemein in die Jahre gekommen und müsse jetzt zusätzlich in neue Sicherheitskonzepte und den Brandschutz investieren, sagt Marsovszky.
Große Hilfe, aber die Folgen bleiben
Nach dem Brand war die Hilfsbereitschaft groß. Spenden, Sachleistungen und Unterstützung aus der Bevölkerung und von Tierschutzvereinen halfen, die erste Zeit zu überstehen. Dafür sei das Team bis heute dankbar, sagt Marsovszky.
Der Brand hat uns extrem zurückgeworfen.
Doch der Brand hat Spuren hinterlassen. Baulich, finanziell und emotional. Und auch ein Jahr später ist klar: Bis wieder Normalität einkehrt, wird noch einige Zeit vergehen.