Feuer an Neujahr vor einem Jahr

"Der Brand hat uns extrem zurückgeworfen": Freiburger Tierheim spürt Folgen bis heute

Der Vorfall jährt sich bald: An Neujahr 2025 hat es im Tierheim Freiburg-Lehen einen verheerenden Brand gegeben. Noch ist der Wiederaufbau nicht abgeschlossen.

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Stand

Der Brand im Tierheim Freiburg-Lehen am Neujahrstag vor einem Jahr wirkt bis heute nach. Am Morgen nach Silvester geriet ein eingeschalteter Herd in Brand. Futterküche, Büroräume und das Vogelhaus wurden durch den Brand zerstört. 40 Vögel und mehrere Igel verendeten durch den Brand. Noch ein Jahr später kämpft das Tierheim mit den Folgen.

Wasser, Rauch und Ruß richten massive Schäden an

Als Tierheimleiter Marko Marsovszky am Neujahrsmorgen die Nachricht über den Brand bekam, saß der Schock tief. "Man rechnet mit vielem, aber nicht damit", sagt er. Nicht nur das Feuer, auch Rauch, Ruß und Löschwasser setzten dem Gebäude massiv zu.

Besonders betroffen waren die Futterküche, die Büroräume und die Voliere der Vögel. Nach den Löscharbeiten drang zusätzlich Regenwasser durch das beschädigte Dach ins Innere. "Wir hatten tausende Wassertöpfe im Haupthaus stehen, um das Regenwasser aufzufangen", erklärt Marsovszky die unvorhergesehenen Folgen des Brands.

Balken wurden freigelegt und abgeschliffen, um Brand- und Wasserschäden sichtbar zu machen. Auch die Wände wurden abgetragen. Jetzt im neuen Jahr soll das Dach abgenommen und die beschädigten Balken ersetzt werden, so Marsovszky.

Die Dachbalken des Tierheims sind zum Teil komplett verkohlt.
Die Brandschäden im Freiburger Tierheim sind auch ein Jahr später noch zu sehen.

Brand hat im Tierheim auch emotionale Folgen

Beim Brand starben 40 Vögel und mehrere Igel, die im Tierheim aufgepäppelt werden sollten. Für das Team war der Brand nicht nur ein baulicher Einschnitt, sondern auch emotional.

Dass Tiere sterben und man ihnen nicht helfen kann, ist das schlimmste Szenario.

Die Trauer sei bis heute spürbar, sagt Marko Marsovszky. Auch im Team werde noch immer viel darüber gesprochen, was passiert ist und darüber, dass man den Tieren nicht mehr helfen konnte.

Marko Marsovszky, Leiter des Freiburger Tierheims, hat einen Hund an der Leine. Das Tierheim hatte am Neujahrmorgen vor einem Jahr gebrannt.
Abgetragene Wände, fehlender Boden: Tierheimleiter Marko Marsovszky mit Hund Cash in einem vom Brand beschädigten Gebäudeteil.

Brandschaden im Tierheim liegt in Millionenhöhe

Der finanzielle Schaden liegt bei rund einer Million Euro. Einen großen Teil übernimmt die Versicherung. Dennoch bleiben hohe Kosten am Tierschutzverein Freiburg hängen. Das Tierheim sei allgemein in die Jahre gekommen und müsse jetzt zusätzlich in neue Sicherheitskonzepte und den Brandschutz investieren, sagt Marsovszky.

Große Hilfe, aber die Folgen bleiben

Nach dem Brand war die Hilfsbereitschaft groß. Spenden, Sachleistungen und Unterstützung aus der Bevölkerung und von Tierschutzvereinen halfen, die erste Zeit zu überstehen. Dafür sei das Team bis heute dankbar, sagt Marsovszky.

Der Brand hat uns extrem zurückgeworfen.

Doch der Brand hat Spuren hinterlassen. Baulich, finanziell und emotional. Und auch ein Jahr später ist klar: Bis wieder Normalität einkehrt, wird noch einige Zeit vergehen.

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Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Vanessa Amann
Vanessa Amann, Reporterin Studio Freiburg
Damian Correa Koufen
Damian Correa Koufen

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