Seit Montagmorgen dürfen offiziell Feuerwerkskörper verkauft werden. In der Grenzstadt Kehl (Ortenaukreis) ist die Situation wegen der Nähe zu Straßburg besonders, denn in Frankreich ist Feuerwerk grundsätzlich verboten. Der Ansturm auf die Discounter in Kehl war deshalb groß. Prompt kam es zu Zwischenfällen: Böller wurden gezündet und Polizisten beworfen.
Mit Feuerwerksbatterie auf Polizisten geworfen
Direkt vor einem Kehler Discounter, der Feuerwerkskörper verkauft, wurden gleich am Morgen die ersten Böller gezündet. Die Polizei war allerdings auf die Situation vorbereitet, hatte mit einem Ansturm gerechnet und war entsprechend mit Beamten vor Ort. Einige Böller wurden gleich direkt eingesammelt. Aus Protest dagegen habe ein Unbekannter mit einer noch verpackten Feuerwerksbatterie auf einen Polizisten geworfen, heißt es in einer Mitteilung. Verletzt wurde dabei niemand.
Lange Warteschlangen vor zwei Discountern
Vor zwei Discountern in Kehl hatte es bereits vor Ladenöffnung lange Warteschlangen gegeben. Vor allem viele Menschen aus Frankreich waren über die Grenze gekommen. Nicht nur die Polizei war präsent, auch die Geschäfte haben eigene Sicherheitskräfte vor Ort. Die Polizei in Kehl arbeitet außerdem eng mit dem Gemeinsamen Zentrum der deutsch-französischen Polizei sowie der Bundespolizei zusammen.
Bereits im vergangenen Jahr hatte es einen Ansturm Discounter in Kehl gegeben. Laut Polizei wollten vor allem Minderjährige aus Frankreich in Deutschland Böller kaufen. Auch vor einem Jahr war die Polizei an den Discountern positioniert. Damals gab es auch Fälle von Diebstahl, sagte eine Polizeisprecherin. Dieses Jahr ist allerdings dahingehend noch nichts bekannt.