Das Freiburger Münster ist nicht nur ein Touristenmagnet, sondern auch ein beliebtes Kunstmotiv. Eine imposante Darstellung des Freiburger Münsters stammt von Künstler Heinz Soucek. Zwei Meter groß und rund 20 Kilo schwer ist sein Werk - bestehend aus leeren Getränkedosen. Doch vor gut zehn Jahren wurde es von einer Messe gestohlen.
Von Freiburg nach Norddeutschland und wieder zurück
Vier Monate hatte Heinz Soucek an dem Bild gearbeitet, jeden Tag zehn Stunden Feinstarbeit. Der 84-Jährige hat in seinem Leben schon als Bäcker und Schiffskoch gearbeitet. Seit 30 Jahren widmet er sich der Kunst. Besonders angetan hat es ihm die Arbeit mit zerschnittenen Getränkedosen. Damit bastelt er das Münster und andere Motive nach.
Uwe Brien hatte das Bild vor sechs Jahren auf einem Flohmarkt in Neumünster gekauft – ohne zu wissen, dass es geklaut worden war. Der Förster aus Plön in Schleswig-Holstein wollte herausfinden, was für ein Motiv er da erworben hatte. Bei seiner Recherche fand er den Freiburger Künstler Soucek und kontaktierte ihn. So fand Brien heraus, dass das Kunstwerk gestohlen worden war.
Große Wiedersehensfreude bei Künstler Heinz Soucek
Für Brien war sofort klar, dass das Bild zurück zu seinem Urheber sollte. So machte er sich auf den Weg nach Freiburg. Dass das verloren geglaubte Bild nochmal auftaucht – damit hatte Künstler Heinz Soucek nicht gerechnet.
Das ist die Jahrhundert-Freude gewesen für mich. Es glaubt ja kein Mensch. Unser Freiburger Münster kommt nach so vielen Jahren zurück.
Und in der Zwischenzeit ist auch nichts kaputt gegangen - sogar die angeklebten Blumen sind noch heile. Soucek konnte sein Glück kaum fassen: "Das Bild hat keinen Kratzer. Gar nichts ist hier kaputt. Alles bestens."
Als Dank schenkte der Künstler dem ehrlichen Flohmarkt-Käufer ein anderes Dosenbild. Damit machte sich Brien auf den Weg zurück in den Norden. Am Ende fand die kuriose Geschichte für beide Männer ein glückliches Ende: der eine hat sein Bild zurück, der andere konnte jemandem eine große Freude machen.