Am Flughafen Zürich ist am Montagmorgen eine fahrerlose, unterirdische Bahn zwischen dem Hauptgebäude und einem Terminal im Tunnel steckengeblieben. Grund war offenbar eine technische Störung. Rund 50 Passagiere saßen 20 Minuten lang im Tunnel unter dem Flughafen fest, ehe sie von der Feuerwehr evakuiert wurden.
Nach 20 Minuten rettet Feuerwehr Passagiere aus Tunnel
Es habe eine technische Störung gegeben, die schnell behoben werden konnte, sagte eine Sprecherin des Flughafens. An Bord der Bahn seien nur ankommende Passagiere mit Endziel Zürich gewesen, niemand habe also einen Flieger verpasst.
Die Feuerwehr erreichte die Bahn offenbar 20 Minuten nachdem sie alarmiert wurde. Die Einsatzkräfte begleiteten die 50 festsitzenden Passagiere 200 Meter durch den Tunnel nach draußen. Die Evakuierung habe weniger als zehn Minuten gedauert.
Bahn als "Heidi-Bahn" bekannt
Die stecken gebliebene Bahn ist gut einen Kilometer lang und führt unter einer Startpiste durch. Die Fahrt dauert planmäßig nur wenige Minuten. Bekannt ist die Bahn als "Heidi-Bahn", offiziell heißt die Verbindung aber Skymetro. Als "Heidi-Bahn" wird die Bahn bezeichnet, weil durch Bilder an der Wand während der Fahrt ein Tunnelkino erzeugt wird, das Schweizer Bergwelten zeigt. Außerdem begrüßt Heidi über Lautsprecher Gäste auf Deutsch und Englisch.
Die Skymetro ist eine Standseilbahn, bei der die Wagen von einem Zugseil gezogen werden, wie die Flughafensprecherin erläutert. So habe der Wagen über eine Fernsteuerung in die Station gezogen und überprüft werden können. Millionen Deutsche nutzen den Flughafen jährlich, entweder zum Umsteigen oder weil er die nächstgelegene Flugreisemöglichkeit bietet.