Sie sitzen und liegen etwas verschüchtert in einer Transportbox. Ein 30-Jähriger hatte die Chihuahua-Dame und fünf Welpen am Montagabend in Oberndorf am Neckar (Kreis Rottweil) entdeckt und die Polizei informiert. Die versorgte die sechs Chihuahuas spontan über Nacht. Eine Polizeibeamtin habe sich rührend um die Hunde gekümmert und sie bestens umsorgt und verwöhnt, hieß es auf SWR-Anfrage. Die sechs Hunde seien in einem Karton neben dem Gebäude der AOK ausgesetzt worden, so die Polizei, die nun nach Hinweisen zum Hundebesitzer sucht.
Ein Besuch von Hündin und Welpen beim Tierarzt steht an
Zwischenzeitlich untergekommen sind die sechs Tiere aktuell bei Monika Roth vom Tierschutzverein in Alpirsbach (Kreis Freudenstadt). Sie kümmert sich in Kooperation mit dem Tierschutzverein Oberndorf am Neckar um das Tierheim in Alpirsbach. Aktuell sind die Chihuahuas noch in ihrer Obhut, damit sie erstmal ein bisschen zur Ruhe kommen können. "Auf den ersten Blick scheint es ihnen gesundheitlich gut zu gehen", so Roth. Am Mittwoch sollen sie dann von einem Tierarzt untersucht werden. Außerdem soll dabei auch geschaut werden, ob eines der Tiere gechippt ist und Hinweise auf den Halter oder die Halterin geben kann.
Welpenfund sei "kurios": Tiere haben unterschiedliches Alter
So ganz erschließt sich Monika Roth noch nicht, wie die Hunde zusammengehören. "Es handelt sich um zwei Würfe", so Roth. Vier Welpen schätzt sie auf ein Alter von fünf oder sechs Wochen. Ein Welpe sei dagegen schon größer, schätzungsweise acht bis zehn Wochen. Es ist also unklar, inwieweit die Chihuahua-Dame die Mutter aller Welpen ist. Auch hier könnte die Untersuchung durch den Tierarzt neue Erkenntnisse bringen.
Perspektivisch sollen die Tiere dann ins Tierheim in Alpirsbach umziehen. Eine Vermittlung der Welpen ist frühestens ab einem Alter von zwölf Wochen möglich, so Roth. Außerdem müssen das Veterinäramt und die Polizei die Tiere freigeben. Das hänge auch davon ab, ob der Halter oder die Halterin gefunden werden kann.