Maßnahmen gegen die Ausbreitung

Japankäfer: Diese Regeln müssen Kleingärtner beachten

Seit vergangenem Jahr breiten sich auch in Freiburg und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Japankäfer aus. Die invasive Art richtet an vielen Pflanzen Schäden an.

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Damit sich der gefräßige Japankäfer nicht weiter ausbreitet, gelten auch in Freiburg und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald besondere Regeln. Dafür sind die betroffenen Gebiete in eine Befallszone und in eine Pufferzone eingeteilt.

Was müssen Kleingärtner in der Befallszone beachten?

In der Befallszone rund um den Freiburger Güterbahnhof wurden im vergangenen Jahr die Käfer gefunden. Hier gelten deshalb besonders strenge Auflagen, zum Beispiel, wenn Pflanzen aus diesem Bereich heraustransportiert werden sollen. Dafür braucht man etwa einen amtlichen Nachweis, dass die Pflanzen nicht von den Käfern befallen sind.

Geräte und Fahrzeuge für die Bodenbearbeitung müssen gereinigt werden, bevor sie die Zone verlassen. Auch Obst und Gemüse müssen auf einen Befall überprüft werden, bevor man sie aus dem Bereich heraustransportieren darf. Erde darf die Zone auf keinen Fall verlassen, Rasen- und Grünflächen dürfen bis Ende September nicht mehr bewässert werden.

Was gilt in der Pufferzone, die das eigentliche Befallsgebiet umgibt?

Grünschnitt, Laub und andere Pflanzenreste dürfen bis Ende September nicht aus der Pufferzone herausgebracht werden. Es sei denn, sie sind vorher ganz klein gehäckselt worden: auf maximal fünf Zentimeter. Auch die Bodenoberfläche - die oberen 30 Zentimeter der Erde - darf aus dieser Zone nicht heraustransportiert werden. Dieses Verbot gilt ganzjährig.

Das alles dient dazu, die weitere Ausbreitung des Japankäfers zu verhindern. Ähnliche Regeln gelten auch im Süden des Landkreises Lörrach. Auch dort wurden bereits Japankäfer gefunden.

Was tun, wenn man verdächtige Käfer entdeckt?

Die Europäische Union (EU) stuft den Käfer aufgrund der angerichteten Schäden an zahlreichen Pflanzenarten als besonders gefährlichen Schädling ein. Das bedeutet, dass die Behörden die Ansiedlung und Ausbreitung der Käfern verhinder müssen. Der Japankäfer ist knapp einen Zentimeter groß, hat eine metallisch grüne Färbung und braune Flügeldecken. Auffällig sind außerdem weiße Haarbüschel an den Seiten des Käfers.

Laut dem Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) richten Japankäfer große Schäden an über 400 Pflanzenarten an. Wer Käfer entdeckt, die auf die Beschreibung zutreffen, soll diese möglichst einfangen und fotografieren. Anschließend soll man das Foto und den Fundort an das LTZ senden: pflanzengesundheit-kaefer@ltz.bwl.de

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Daniel Friedrich
Daniel Friedrich ist Redakteur und Reporter in Südbaden

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