In dieses Auto ist einiges an Arbeit geflossen - ausgezahlt hat es sich nicht: Die Polizei hat in Freiburg einen jungen Autofahrer aus dem Verkehr gezogen, weil sein Wagen zu heftig aufgemotzt war. Die Liste an "Mängeln", wie die Polizei es formuliert, umfasste 23 Punkte. Ein Auszug: Räder und Federung waren unzulässig, das Fahrwerk war zu tief gelegt, das Standgeräusch des Motors war zu laut, die Handbremse funktionierte nicht.
Die Mängel waren so schwerwiegend, dass der 20 Jahre alte Fahrer aus dem Kreis Waldshut mit seinem getunten Wagen nicht mehr weiterfahren durfte, wie es am Freitag weiter hieß. Außerdem behielten die Behörden die Kennzeichen und den Fahrzeugschein. Beides kriegt der Fahrer erst zurück, wenn er nachweisen kann, dass das Auto wieder in einem ordnungsgemäßen Zustand ist. Seinen Führerschein, den der 20-Jährige laut Polizei erst seit knapp einer Woche besitzt, durfte er aber behalten. Gegen den Fahrer läuft jetzt ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit.
Das Tuning am Wagen fiel der Verkehrspolizei auf
Wie ein Polizeisprecher erläuterte, war der Fahrer der Verkehrspolizei am Donnerstag entgegengekommen. Den Beamten seien das umfassende Tuning am Wagen aufgefallen und sie hätten ihn deshalb für eine Kontrolle rausgewunken. Mit dem Fahrer und dem Wagen ging es zu einer technischen Prüfstelle in Freiburg. Dort stellten Fachleute die vielen Mängel fest.
Die Polizei betonte in ihrer Pressemitteilung, dass die Beamten im Verkehr regelmäßig nach solchen Fällen Ausschau halten. "Fahrzeuge, die nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, stellen eine Gefahr für alle Verkehrsteilnehmende dar", hieß es in der Mitteilung.