Bürgerinitiative und Bürgermeister treffen sich

Ferienwohnungen rund um den Europa-Park in der Diskussion

Die Bürgerinitiative "Dorf statt Ferienanlage" in Rust kritisiert den Massentourismus im Ort. Kommende Woche trifft sie sich mit dem Bürgermeister.

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Von Autor/in Ulf Seefeldt

Die Bürgerinitiative "Dorf statt Ferienanlage" hat in Rust (Ortenaukreis) eine Diskussion losgetreten. Die Bürgerinitiative will verhindern, dass ihr Wohnort, in dem mit dem Europa-Park Deutschlands größter Freizeitpark liegt, immer mehr zugebaut wird. Die Kritik richtet sich vor allem gegen den Bau großer Gebäude mit mehreren Ferienwohnungen. Nicht selten sind hier Investoren von außerhalb im Spiel. Rust werde immer mehr vom Massentourismus eingenommen, sagt die BI. Das bringe auch zusätzlichen Lärm.

250 Vermieter gibt es laut Gemeinde in Rust. Die Zahl der Ferienwohnungen lasse sich nur schwer bestimmen. Es gebe auch illegale, also nicht angemeldete, Ferienwohnungen. "Viele haben das Dollarzeichen in den Augen", sagt Dirk Knop von der Bürgerinitiative. Das heißt: Oft würden normale Wohnungen lieber an Europa-Park-Gäste vermietet. Denn damit lasse sich mehr Geld verdienen.

In Rust gibt es auch Bereiche ohne Ferienwohnungen

Kommende Woche wollen sich die neu gegründete Bürgerinitiative und Rusts Bürgermeister Kai-Achim Klare (SPD) zu einem Gespräch treffen. Klare weist darauf hin, dass sich die Gemeinde seit mehr als zehn Jahren bemüht, die Zahl der Ferienwohnungen im Ort zu regulieren. Das sei aber nicht einfach. Dennoch gebe es Bereiche in Rust, in denen gar keine Ferienwohnungen mehr angeboten werden dürfen.

Grundsätzlich gilt in der 5.000-Einwohner-Gemeinde, in der der Europa-Park liegt, eine 60/40-Regel. Bedeutet: In einem Haus mit zehn Wohnungen müssen sechs Wohnungen dauerhaft vermietet werden und nur vier Wohnungen dürfen an Feriengäste vermietet werden.

Vermieter von Ferienwohnungen haben andere Prioritäten

Die Vermieter der Ferienwohnungen sehen die Kritiker der Bürgerinitiative klar in der Minderheit. "Viele Menschen verdienen mit den Europa-Park-Gästen bei uns in Rust halt ihr Geld", sagt Klaus Weiss.

Und die Gemeinde würde zusätzlich von den Steuereinnahmen profitieren. Weiss betreibt zusammen mit seiner Frau ein Hotel, vermietet auch Ferienwohnungen und hält die Bürgerinitiative für überflüssig.  

Viele Menschen in Rust verdienen mit den Europa-Park-Gästen halt ihr Geld.

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Ulf Seefeldt
Ulf Seefeldt mit Mikrofon in der Hand im SWR Studio Offenburg

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