Das Internationale Schlittenhunderennen in Todtmoos (Kreis Waldshut) am kommenden Wochenende (25. - 26.1.) ist abgesagt. Das haben die Veranstalter am Montagmittag bekannt gegeben. Sonnenschein und fünf Grad plus zeigt das Thermometer am Montag an. Eindeutig zu warm für Schnee. Und die Wetteraussichten sehen nicht gerade besser aus - Neuschnee ist kaum in Sicht. Einige dürften da ein Déjà-vu verspüren: Es ist nicht das erste Mal, dass die Veranstalter das Rennen wegen Schneemangel absagen müssen.
Rückschlag für die Gemeinde Todtmoos
Bereits in den vergangenen zwei Jahren musste die Gemeinde Todtmoos das Internationale Schlittenhunderennen kurzfristig absagen. Zu Spitzenzeiten lockten die Wettkämpfe in der Vergangenheit bis zu 15.000 Besucherinnen und Besucher nach Todtmoos. In diesem Jahr hätten die Rennwettbewerbe ihr 50-jähriges Jubiläum im Schwarzwald gefeiert. Bereits im November habe die Gemeinde gemeinsam mit dem Schlittenhunde-Sportverein Baden-Württemberg (SSBW) mit den Vorbereitungen begonnen, sagt Marcel Schneider (CDU), Bürgermeister von Todtmoos. Über die erneute Absage sei man traurig, so Schneider.
Wir waren felsenfest davon überzeugt, dass es dieses Jahr wieder stattfinden wird. Als Verwaltung sind wir natürlich sehr enttäuscht.
Wagen als Alternative zum Schlitten
Wegen den unsicheren Schneeprognosen hat sich die Gemeinde Todtmoos bereits vor zwei Jahren mit einem Schlittenhundewagenrennen breiter aufgestellt. Bei einem solchen Wagenrennen sind nur sechs Hunde, statt wie sonst bis zu 14 Hunde, vor einen traditionellen Wagen, einen Scooter oder vor ein Fahrrad gespannt. Den drei Kilometer langen Rundkurs durch den Kurpark müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei so schnell wie möglich meistern. Das Schlittenhundewagenrennen findet seitdem im Oktober statt und soll nun im Jubiläumsjahr größer ausfallen, heißt es von der Gemeinde.
In Zukunft möchte die Verwaltung den Fokus auf das Schlittenhundewagenrennen legen. Dieses sei verlässlich planbar, so Marcel Schneider. Wenn die Wetterlage es zulässt, soll das Schlittenhunderennen auch in Zukunft jedes Jahr stattfinden. Sollten sich die kurzfristigen Absagen aufgrund von Schneemangel aber häufen, könnte sich das ändern. Dann sind die Veranstalter am überlegen, den Turnus zu ändern. Doch der Bürgermeister betont: "Todtmoos ist untrennbar mit dem Schlittenhunderennen und dem Sport verbunden. Das wird sich auch nicht ändern."
Husky-Feeling soll trotzdem aufkommen
Alternativ zu den Rennwettbewerben können sich Besucherinnen und Besucher an diesem Wochenende von Freitag bis Sonntag über geführte Husky-Wanderungen und den Husky-Fieber-Markt im alten Kurpark in Todtmoos freuen. Das alternative Rahmenprogramm sei schon frühzeitig erstellt worden, so die Veranstalter. Einige der Schlittenhundeführer reisen dennoch mit ihren Hunden ins Waldhaus-Husky-Camp im Todtmooser Ortsteil Schwarzenbach an. Hier werden die Schlittenlenker des SSBW außerdem Vorträge zur Sportart halten. Sollten 1.000 Besucherinnen und Besucher beim alternativen Programm dabei sein, sei das ein Erfolg, so der Bürgermeister.