Komplizierter Transport in der Nacht

Rotorblätter für neues Windrad erfolgreich durch Freiburg transportiert

Wenn ein neues Windrad gebaut wird, ist das viel Arbeit und aufgrund der Größe der Bauteile oft spektakulär. In Freiburg sorgte der Transport der Flügel für einigen Aufwand.

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Stand

Eine Kolonne aus sechs Fahrzeugen hat in der Nacht tonnenschwere und 70 Meter lange Rotorblätter durch Freiburg transportiert. Dafür mussten zeitweise Straßen für den nächtlichen Verkehr gesperrt werden. Mit den Bauteilen soll am Roßkopf bei Freiburg ein neues Windrad entstehen.

Auswirkungen auf den Verkehr in Freiburg

"Außer ein paar Ästen, die weggemacht werden mussten, gab es keine Verzögerungen oder größeren Behinderungen für den Verkehr", sagte ein Vertreter der Polizei dem SWR am frühen Morgen. Besonders spannend wurde es bei der Querung der Gleise in der Freiburger Innenstadt auf Höhe der Brauerei Ganter. "Auch die engen Kurven vor dem Schloss in Ebnet waren eine Herausforderung", sagte Daniela Himbert von der Ökostromgruppe Freiburg.

Der Konvoi kam gegen Mitternacht von der Autobahn A5 aus Kehl (Ortenaukreis) auf die B31 Richtung Freiburg. In der Stadt ging es dann über die Schwarzwaldstraße weiter nach Freiburg-Ebnet. Kurzzeitig wurden auch Seitenstraßen und der Kappeler Tunnel dafür gesperrt.

SWR-Reporter Damián Correa Koufen war beim Transport dabei:

Rotorblätter fürs Windrad sind ein kompliziertes Transportgut

Um circa 4:30 Uhr kam die Kolonne am Ziel in Ebnet an. Dort wurden die Rotorblätter auf eine speziell dafür hergerichtete Fläche geladen und erst mal gelagert. Frühestens Ende August geht es dann weiter zum Windpark auf dem Roßkopf mit einem sogenannten Selbstfahrer, also einem ferngesteuerten Spezialfahrzeug.

Die Rotorblätter sind knapp 70 Meter lang und 20 Tonnen schwer. Diese durch eine Großstadt zu transportieren, sei eine Herausforderung, alleine wegen des Straßenverkehrs, teilte die Ökostromgruppe Freiburg mit. Deshalb sei beim Transport ein Begleitfahrzeug dabei mit Experten, die Hindernisse wie zum Beispiel Zäune oder Äste mit wenig Aufwand aus dem Weg räumen können.

So berichtete der SWR im März über die erste Windrad-Sprengung am Roßkopf:

Neue Windräder sollen doppelt so viel Strom erzeugen

Der Windpark auf dem Roßkopf wird aktuell generalüberholt: Aus vier alten Windrädern sollen zwei neuere, leistungsstärkere Windräder werden. Mit 230 Metern werden sie die alten um etwa 100 Meter überragen. Zum Vergleich: Der Stuttgarter Fernsehturm misst 217 Meter. Die neuen Anlagen sind nicht nur höher, sondern auch leistungsfähiger. Sie sollen nach Schätzungen der Ökostromgruppe Freiburg mehr als doppelt so viel Strom erzeugen und über 6.000 Haushalte in Freiburg versorgen.

Zwei alte Windräder sind schon gesprengt worden, zwei stehen noch. Mitte August sollen beide vom Netz genommen und zurückgebaut werden. Im Herbst oder Winter sollen dann auch sie verschwinden.

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