Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B3 zwischen Schallstadt und Freiburg sind am Mittwochabend zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere Personen wurden verletzt. Feuerwehr, DRK und Polizei waren mit einem großen Aufgebot im Einsatz. Die B3 war etwa sieben Stunden lang gesperrt.
Zwei Sportwagen an Unfall beteiligt
Wie ein Sprecher der Polizei Freiburg mitteilte, ereignete sich der Unfall am Abend kurz nach 20:15 Uhr auf der B3 in Fahrtrichtung Freiburg. Nach bisherigen Erkenntnissen waren zwei Sportwagen beteiligt. Einer der Wagen kam nach dem Unfall schwer beschädigt an der Leitplanke zum Stillstand. Der zweite Sportwagen stieß mit einem Baum zusammen und kam völlig zerstört abseits der Bundesstraße zum Liegen.
Zwei Tote und mehrere Verletzte
Insgesamt waren laut DRK acht Personen von dem Unfall betroffen. Die Polizei spricht von zwei Verletzten und zwei Toten. Ein 27-jähriger Fahrer und sein 30-jähriger Beifahrer kamen bei dem Unfall ums Leben, als ihr Fahrzeug mit einem Baum kollidierte.
Der 30-jährige Fahrer des anderen Wagens sowie dessen 22-jähriger Beifahrer erlitten leichte Verletzungen und wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Ein weiteres Fahrzeug eines unbeteiligten Verkehrsteilnehmers wurde durch umherfliegende Fahrzeugteile beschädigt. Der Fahrer blieb jedoch unverletzt.
Beteiligte waren wohl Teil einer Fahrzeuggruppe
Die Autofahrer seien wohl Teil einer Fahrzeuggruppe gewesen, die aus zehn Porsche bestand und Richtung Freiburg fuhr, so das Polizeipräsidium Freiburg. Kurz vor der Ausfahrt zur Tiengener Straße kam es mutmaßlich zu einer Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen, woraufhin beide Autos von der Fahrbahn abkamen.
Aufgrund der Schwere des Unglücks wurden auch Notfallseelsorger eingesetzt. Die B3 wurde in Fahrtrichtung Freiburg für sieben Stunden vollständig gesperrt. Es kam bis tief in die Nacht zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Unfallursache noch unklar
Unklar ist bislang, was zu dem Unfall geführt hat. Laut Polizei seien die zwei Autos in dieselbe Richtung nach Freiburg unterwegs gewesen. Dass ein Rennen die Ursache war, kann derzeit nicht bestätigt werden. Zusätzlich werde geprüft, ob die nassen Wetterbedingungen der Grund gewesen sein könnten. Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen. Zusätzlich wurde ein unabhängiger Unfallsachverständiger hinzugezogen.
Über zehn Polizeistreifen, die freiwillige Feuerwehr aus Schallstadt und Pfaffenweiler sowie drei Rettungskräfte und zwei Notärzte waren im Einsatz. Der entstandene Sachschaden belaufe sich nach aktuellen Schätzungen auf mehreren Hunderttausend Euro, so die Polizei.