Medaillen für Bevölkerungsschutz vergeben

Nach Überflutungen in Meckenbeuren und Oberteuringen: 366 Retter ausgezeichnet

Rund 250 Einsatzkräfte von Feuerwehren, DLRG und Technischem Hilfswerk haben in Friedrichshafen persönlich eine Medaille überreicht bekommen, als Ehrung für ihren Einsatz bei den Überflutungen 2024.

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Von Autor/in Steffen Mierisch

Sie waren im Notfall im Einsatz und wurden nun dafür ausgezeichnet - rund 250 Einsatzkräfte aus verschiedenen Orten im Bodenseekreis sind am Donnerstag nach Friedrichshafen gekommen. Dort wurden sie für ihren Einsatz beim Hochwasser im Jahr 2024 in der Bodenseeregion mit der Bevölkerungschutz-Einsatzmedaille ausgezeichnet. Insgesamt wurden 366 Personen für ihren Einsatz geehrt. Nicht alle konnten an der Veranstaltung teilnehmen.

Die Ausgezeichneten hatten bei den Überflutungen im Jahr 2024 geholfen, Schlimmeres zu verhindern.
Die Medaillen für rund 250 Fluthelfer liegen bereit.

Bei der Übergabe wurde gewürdigt, wie sich die Einsatzkräfte bei zwei verschiedenen Starkregenereignissen erfolgreich den Wassermassen entgegengestellt hatten. Zunächst traten an Pfingsten 2024 in Meckenbeuren, Salem und weiteren Orten in der Umgebung die Flüsse über die Ufer. Kaum drei Wochen später kam es auch um Oberteuringen und Markdorf zu Überschwemmungen:

So berichtete damals SWR-Reporter Thomas Wagner live aus dem Flutgebiet:

Dass damals niemand ums Leben gekommen ist und weitere Sachschäden verhindert werden konnten, sei den Helfern zu verdanken, so Landrat Luca Prayon: "Das war Spitz auf Knopf und ziemlich hart", sagte er bei der Verleihung.

Alle ausgezeichneten Einsatzkräfte waren bei den Überflutungen mehr als 24 Stunden im Einsatz

Die Medaille bekamen Einsatzkräfte verliehen, die etwa für mehr als 24 Stunden im Einsatz gewesen waren. Etliche der anwesenden freiwilligen Helfer waren bei beiden Ereignissen dabei.

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Die einen pumpten Keller aus, andere füllten Sandsäcke

Ausgezeichnet wurden auch Helfer, die die erfolgreichen Einsätze im Hintergrund möglich gemacht hatten. Neben den Führungsstäben der Feuerwehren erhielten beispielsweise auch Feuerwehrleute die Medaille, die Sandsäcke abgefüllt und in die betroffenen Gebiete transportiert hatten. 450 Tonnen Sand war durch ihre Hände gegangen, rechnete Kreisbrandmeister Alexander Amann vor.

SWR-Reporter Martin Hattenberger berichtet ebenfalls live:

Angesichts der angespannten Weltlage betonte Landrat Prayon wie wichtig der Bevölkerungsschutz sei - auch jenseits von über die Ufer tretenden Flüssen und voll gelaufenen Kellern.

Die Betroffenen hatten lange mit den Folgen der Überflutungen zu kämpfen:

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Während der Verleihung wurden immer wieder Fotos und Videos aus den Einsätzen gezeigt. Viele der Einsatzkräfte tauschten, sich nach der Verleihung mit anwesenden Kameradinnen und Kameraden noch über ihre Einsätze aus.

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