Die Schifffahrt auf dem Bodensee effizienter machen mithilfe von Künstlicher Intelligenz: Das ist das Ziel eines neuen Projekts in Konstanz. Beteiligt sind neben der Stadt die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG), die Universität und die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB).
"Digitaler Zwilling" soll optimalen Kurs berechnen
Es geht um ein Assistenzsystem, das die Schiffsführer bei der Steuerung von Schiffen oder Fähren auf dem Bodensee unterstützt - um den Betrieb zu optimieren und den Energieverbrauch zu senken, wie es in einer Mitteilung der Stadt Konstanz heißt. Herzstück ist ein "digitaler Zwilling", eine virtuelle Nachbildung des Schiffes.
Dieser wird genutzt, um in Echtzeit den optimalen Kurs zu berechnen. Dafür berücksichtigt er aktuelle äußere Einflüsse wie Wind und Wellen, aber auch den Zeitbedarf. Das System schlägt dem Schiffsführer über einen Monitor die passende Geschwindigkeit und Fahrwege vor. 92 Sensoren am Schiff erfassen ständig Daten, Motorleistung, Batteriestand, GPS-Position. Zum Einsatz kommt das Assistenzsystem zunächst auf dem Elektroschiff MS Insel Mainau.
Neuer Seepass ermöglicht unbegrenzte Fahrten
Die "Weiße Flotte" ist am Karfreitag bei strahlendem Sonnenschein wieder in die Saison gestartet. In diesem Jahr gibt es einige Neuigkeiten.
Die Fahrpläne wurden an die Nachfrage angepasst, so gibt es beispielsweise weniger Verbindungen zwischen Konstanz und Friedrichshafen, dort machen Bus und Bahn in Kombination mit dem Deutschlandticket den Kursschiffen Konkurrenz. Ein neuer Seepass richtet sich an Fahrgäste, die die ganze Saison unbegrenzt auf dem Obersee zwischen Bregenz, Überlingen und Konstanz oder auf dem Untersee unterwegs sein wollen.
Zahlreiche Sonderfahrten in der kommenden Saison
Neu im Angebot sind verschiedene Genuss- und Eventfahrten, wie Abendfahrten mit Live-Musik ab Unteruhldingen oder das Apfelschiff. Die Preise seien für einzelne Streckenabschnitte teils leicht gestiegen, heißt es von den Bodensee-Schiffsbetrieben.
Auch auf Untersee und Rhein sind die Kursschiffe wieder unterwegs. Dort allerdings nur eingeschränkt: Grund ist nach Angaben der Schweizerischen Schifffahrtsgesellschaft URh der ungenügende Wasserstand.