Es ist der Schlusspunkt eines langen Projektes: Deutsche Bahn und Verkehrsministerium in Baden-Württemberg haben in Friedrichshafen den Abschluss eines großen Modernisierungsprogrammes gefeiert. 36 Bahnhöfe wurden dabei umgestaltet, darunter auch der Stadtbahnhof in Friedrichshafen.
Barrierefreiheit im Fokus bei der Deutschen Bahn
Ziel des Modernisierungsprogrammes war es unter anderem Bahnhöfe barrierefrei zu gestalten. In Friedrichshafen gibt es so etwa jetzt Aufzüge zu allen Bahnsteigen. Außerdem soll ein Leitsystem auch Menschen mit Sehbehinderung helfen, sich im Bahnhof zu Recht zu finden. Darüber hinaus wurden unter anderem die Bahnsteige erhöht. Zudem wurden sie teils auch verlängert, so dass künftig längere Züge dort halten können.
50 weitere Bahnhöfe in Baden-Württemberg sollen modernisiert werden
Insgesamt 250 Millionen Euro haben Land und Bahn nicht nur in Friedrichshafen, sondern in insgesamt 36 Bahnhöfe wie Blaubeuren und Beimerstetten im Alb-Donau-Kreis investiert. Ins Leben gerufen wurde das erste Bahnhofsmodernisierungsprogramm bereits 2009. Ursprünglich sollten alle Bahnhöfe schon vor drei Jahren fertig sein. Doch es kam zu Verzögerungen. Mittlerweile gibt es auch bereits ein Nachfolgeprogramm. Bis 2029 sollen rund 50 weitere Bahnhöfe modernisiert werden - für rund 430 Millionen Euro.
Stadtbahnhof in Friedrichshafen - Weitere Sanierungspläne
Auch in Friedrichshafen dauerten die Arbeiten länger als ursprünglich gedacht. Rund vier Jahre wurde gebaut. Mit rund 23,5 Millionen Euro waren es gut 8 Millionen mehr als beim Spatenstich angegeben. Die Stadt Friedrichshafen hat sich mit knapp drei Millionen Euro beteiligt.
Die Umgestaltung des Stadtbahnhofes in Friedrichshafen soll auch in den nächsten Jahren weitergehen. So soll die Unterführung zu den Bahnsteigen einen neuen Boden bekommen, ab 2027 könnte laut Bahn zudem auch das Bahnhofsgebäude saniert werden.