In Friedrichshafen sollen einige Bauprojekte vorerst auf Eis gelegt werden. Das sieht der Entwurf für den Doppelhaushalt 2025/2026 vor. Für die Projekte fehlen Rücklagen, um sie zu finanzieren. Der neue Oberbürgermeister von Friedrichshafen, Simon Blümcke, hat den Entwurf am Montag dem Gemeinderat vorgelegt.
Mehrere Bauprojekte müssen warten
Laut Plan hat der Haushalt ein Volumen von über 450 Millionen Euro. Einnahmen und Ausgaben halten sich die Waage. Das aber nur, weil mehrere bereits beschlossene Projekte später umgesetzt werden sollen. So soll der Neubau der Arena für die Volleyball-Profis erst ab 2030 kommen. Und auch den Umbau des Schulmuseums will Blümcke laut Haushaltsplan verschieben, ebenso wie den Bau einer Unterführung im Stadtteil Fischbach und den Bau einer neuen Sporthalle.
Blümcke sagte, für ihn als Oberbürgermeister wäre es schöner gewesen, man könne aus dem Vollen schöpfen. Doch an der einen oder anderen Stelle werde es schmerzhaft sein. Die finanziellen Reserven der Stadt reichten nicht für alle Vorhaben. Hinzu komme, dass die Zeppelin-Stiftung, aus der die Stadt Kultur- und Sozialprojekte finanziert, weniger Geld einnehme. Die Stiftung rechnet mit einer deutlich verringerten Dividendenzahlung der Stiftungsbetriebe, zu denen die ZF Friedrichshafen AG und die Zeppelin GmbH gehören.
Geld vor allem für Wohnen, Bildung und Betreuung
Mit weniger Geld soll nun das Wichtigste anpackt werden. Laut Blümcke sind das Investitionen in den Wohnungsbau, die Bildung und die Kinderbetreuung. So sollen allein in den Bau von Schulen und Kitas in den kommenden Jahren über 50 Millionen Euro fließen. Zudem will die Stadt den Bau von rund 1.500 sozial geförderten Wohnungen unterstützen.
Nach der Einbringung wird der Haushaltsplan demnächst im Finanz- und Verwaltungsausschuss und in den Ortschaftsräten vorberaten. Verabschieden soll ihn der Gemeinderat am 24. März.