Drohnen sollen Obstbauern helfen

Messe "Fruchtwelt Bodensee": Weniger Gift in der Umwelt dank Hightech in der Luft

Mit Drohnen gegen Unkraut, das gab es in Friedrichshafen auf der Messe "Fruchtwelt Bodensee" zu sehen. Besucher erfuhren hier, wieso mit ihnen weniger Gift gespritzt werden muss.

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Mithilfe von Hightech weniger Spritzmittel im Obstanbau verwenden: Das soll mit Drohnen möglich sein, die auf der Messe "Fruchtwelt Bodensee" in Friedrichshafen präsentiert wurden. Die Drohnen sollen erkennen können, wo besonders viel Unkraut wächst. Gegen dieses könnten sie dann auch direkt vorgehen und das Spritzmittel aus der Luft zielgerichtet an Ort und Stelle bringen. Das verspricht der Hersteller.

Außer Pflanzenschutzmitteln sollen die Drohnen zum Beispiel auch Saatgut ausbringen können. Damit Landwirte die Drohnen allerdings einsetzen können, brauchen sie eine spezielle Genehmigung sowie einen Drohnenführerschein. Denn die fliegenden Arbeitsgeräte wiegen bis zu 100 Kilogramm. Bei einem Preis von derzeit ca. 20.000 Euro sind sie auch nicht ganz billig.

Maschinen werden auf der Messe "Fruchtwelt Bodensee" präsentiert
Auch klassische Landwirtschaftliche Maschinen sind auf der Messe "Fruchtwelt Bodensee" in Friedrichshafen zu sehen. Gerald Pinkenburg

Apfelsortieren vollautomatisch

Hightech ist auch aus anderen Bereichen der Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken. In Friedrichshafen wurde etwa eine vollautomatische Apfelsortieranlage, die nach Größe oder Reifegrad ordnet, vorgestellt. Auch ein Mähroboter war auf der Fachmesse zu sehen, der per GPS-Signal gesteuert in Apfelplantagen oder auch in steilen Weinlagen eingesetzt werden kann.

Maschinen für den Obstanbau werden auf der "Fruchtwelt Bodensee" in Friedrichshafen präsentiert.
Der Absatz von einheimischen Äpfeln ist zuletzt zurückgegangen. Wie man die wieder attraktiver machen kann, auch darum geht es auf der "Fruchtwelt Bodensee". Gerald Pinkenburg

Die Messe "Fruchtwelt Bodensee" gilt als die führende Messe für Obstanbau und Brennereiwesen. Rund 350 Aussteller präsentierten Produkte von Obst-Sorten über Automaten für Hofläden bis zu Destillationsanlagen für Obst-Spirituosen. Bis Sonntag hatte die "Fruchtwelt Bodensee" in Friedrichshafen geöffnet.

Weniger Obst von hier und Konkurrenz aus dem Ausland

Viele Obstbäuerinnen und Obstbauern konnten zuletzt weniger Obst verkaufen. Im Schnitt wurden in Deutschland im letzten Jahr nur noch 14 Kilogramm einheimische Äpfel pro Person konsumiert. Im Jahr zuvor hatten die Deutschen noch Appetit auf 16 Kilogramm Äpfel aus der Region. Dafür wurden mehr Früchte aus dem Ausland importiert.

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Dort seien die Umweltauflagen meist weniger streng als in Deutschland, so der Branchenverband Obstregion Bodensee. Wie sich Pflanzenschutz umweltverträglicher gestalten lässt, ist ein weiteres Thema auf der Messe "Fruchtwelt Bodensee". Selbstverständlich geht es aber auch darum, wie Äpfel aus der Region schmecken müssen, um die Verbraucherinnen und Verbraucher zu überzeugen.

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Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Gerald Pinkenburg
SWR-Redakteur Gerald Pinkenburg
Bernhard Hentschel
SWR-Redakteur Bernhard Hentschel Autor Bild
Onlinefassung
Steffen Mierisch
SWR-Reporter Steffen Mierisch Autor Bild

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