Es ist ein Bootsrennen der besonderen Art. Anstatt mit Rennbooten gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit nachgebauten Steinzeitbooten an den Start. Bei der Einbaum Regatta im Öhninger Teilort Wangen (Kreis Konstanz) paddeln 14 Teams aus sechs Ländern um die Wette.
Teams paddeln im Einbaum um den Sieg
Den Teams stehen bei der Regatta auf dem Untersee zwei Einbäume zur Verfügung. Um gleiche Voraussetzungen zu schaffen, fährt laut Veranstalter jedes Team je eine Runde mit jedem Einbaum. Die Zeiten werden im Anschluss zusammengerechnet und das schnellste Team gewinnt. Die Teams bestehen aus fünf Personen, die mit ihren Paddeln den Einbaum antreiben.
Ein Einbaum ist ein Boot, dass aus einem einzigen Stamm geschlagen wurde. Die beiden Einbäume wurden für die Regatta originalgetreu gebaut.
Die internationale Regatta am Wochenende findet seit 2011 immer in einem anderen Land statt, um den Titel als UNESCO Welterbestätte zu feiern. Denn im ganzen Alpenraum wurden solche sogenannten Pfahlbauten gefunden sagt Ursula Eichem, Vorsitzende des Fördervereins in Wangen.
Die ersten Funde sind hier in Wangen von 3826 vor Christus datiert. Da haben Menschen am See gewohnt, sind Boot gefahren, haben gegessen.
Wacklige Angelegenheit im Einbaum auf dem Untersee
In dem Team aus Wangen ist Stefan Koppenberg der Steuermann und gibt die Kommandos. Eigentlich unterrichtet er Stand-up-Paddle auf dem Bodensee in Wangen. Mit dem Einbaum ist das was ganz anderes und gar nicht leicht.
Der Einbaum ist ein Baum, der ist rund und deshalb wackelt das total im Wasser.
Für seinen Teamkollege, Andreas Grass, ist die Einbaum Regatta mehr als nur Gaudi. Die Geschichte hat es dem 58-jährigen angetan, denn schon zur Steinzeit sollen sich die Menschen am Untersee im Einbaum fortbewegt haben. "Wenn ich sehe, dass man damit früher Tausende von Kilometern gefahren ist und wir sind nach vielleicht 50 Metern fertig, die müssen schon fit gewesen sein früher."
Die Einbaum Regatta wird mit einer Förderung in Höhe von 4.800 Euro aus dem Welterbefonds des Landes Baden-Württemberg unterstützt, schreiben die Veranstalter auf ihrer Webseite.