Gut eine Viertelmillion Euro fließt in mehrere UNESCO Welterbe-Stätten am Bodensee und in Oberschwaben. Das Geld stammt aus dem "Welterbefonds BW" des Landes. Größter Posten, nämlich allein 100.800 Euro, ist für die Gestaltung eines Welterbe-Spielplatzes auf der Insel Reichenau. Dafür müsse zunächst einmal die Planung abgeschlossen werden. Wann der Spielplatz fertig sein wird, sei noch unklar, hieß es von Bürgermeister Wolfgang Zoll auf SWR-Anfrage.
Welterbe-Spielplätze gibt es auch am Untersee
Unweit von der Klosterinsel entfernt, in der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen, gibt es bereits zwei Welterbe-Abenteuer-Spielplätze. Sie bestehen aus kleinen Pfahlbau-Hütten und übergroßen Nachbildungen von Gewandschließen.
Weitere Posten im Fördertopf des Landes sind:
- 30.000 Euro für eine Akzent-Beleuchtung des Reichenauer Münsters St. Maria und Markus
- 50.000 Euro für die Sanierung der Palisaden und Stege des Steinzeitdorfs im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen
- 44.000 Euro für ein Projekt, das die jungsteinzeitlichen Flachsbauern aus Alleshausen sichbar machen soll
- knapp 32.000 Euro für die Sanierung der Wandbilder in der Unterführung vom Parkplatz zum See Unteruhldingen
- 5.000 Euro für die Erneuerung von zwei Infotafeln am Museum Fischerhaus und an der Pfahlbaufundstelle Wangen-Hinterhorn auf der Höri.
Geld aus dem Welterbefonds BW fließt zweimal im Jahr
Im Mai dieses Jahres hatte das Land die erste Tranche an Fördergeldern ausgezahlt. Dabei bedacht wurden die Welterben-Stätten auf der Reichenau mit rund 150.000 Euro und die Pfahlbauten am Federsee (Kreis Biberach) sowie in Unteruhldingen.
Der "Welterbefonds BW" fördert seit 2024 den Schutz und Erhalt der von der Welt-Kulturorganisation UNESCO in die Welterbeliste eingetragenen Kulturstätten im Land.