Der größte Solarpark Baden-Württembergs in Langenenslingen (Kreis Biberach) ist offiziell eröffnet. Im Beisein von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und EnBW-Chef Georg Stamatelopoulos ging die Anlage offiziell in Betrieb. Strom liefert sie bereits seit Mai.
Auf der rund 80 Hektar großen Fläche soll jedes Jahr genug Energie erzeugt werden, um mehr als 30.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Verglichen mit konventioneller Stromerzeugung werden laut Energiekonzern EnBW jährlich etwa 60.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden.
Kretschmann lobt zügige Fertigstellung des Solarparks
Kretschmann sagte bei der Eröffnung, dass der Solarpark in Langenenslingen zuversichtlich mache, dass die Energiewende gelingen könne.
Dieser Solarpark ist eine wunderbare Blaupause für das Gelingen der Energiewende im Land!
Der Bau des Solarparks erfolgte laut EnBW im Zeitplan und wurde sogar etwas günstiger als geplant. Veranschlagt waren demnach ein zweistelliger Millionenbetrag im mittleren Bereich. Nun habe der Solarpark etwa zehn Prozent weniger gekostet. Möglich geworden sei das durch einen strategischen Einkauf, gute Baustellenführung und schnelle Genehmigungen.
Große Zustimmung für den Solarpark in Langenenslingen
Trotz der Größe habe das Projekt vor Ort von Anfang an Zuspruch gehabt, teilt die EnBW mit. Alle Beschlüsse seien im Gemeinde- und Ortschaftsrat einstimmig gefasst worden. Die Gemeinde Langenenslingen rechnet damit, dass der Solarpark den Haushalt stärken wird. Wie hoch die Einnahmen über die Gewerbesteuern sein werden, ist noch unklar.
Die Fläche ist in Privatbesitz und wurde zuvor landwirtschaftlich genutzt. EnBW musste deswegen Ausgleichsmaßnahmen treffen, um die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu schützen. Es müssen unter anderem Bäume gepflanzt und Biotope angelegt werden.