Gefälschte Ausweise und mögliche Schleusungen - darum ist es am Dienstagvormittag bei einem Einsatz der Bundespolizei in Singen (Kreis Konstanz) gegangen. Die Beamten durchsuchten viele Wohnungen.
Insgesamt waren es 22 Wohnungen, die die Bundespolizei in Singen durchsucht hat, sieben weitere waren es in Bayern. Wie die Staatsanwaltschaft Konstanz mitteilte, stünden insgesamt 50 Beschuldigte im Verdacht, Familienmitgliedern aus Syrien falsche Pässe gegeben zu haben, damit sie damit nach Deutschland einreisen können.
Verdächtige sollen Pässe mit falschem Bild beantragt haben
Der Bundespolizei zufolge meldeten sie dazu ihren eigenen deutschen Pass als verloren und beantragten einen neuen - allerdings mit dem Foto von Verwandten. Zudem sollen sie ihre Reisepässe anderen, ihnen ähnlich sehenden Menschen, überlassen haben. Auch seien Reisedokumente gefälscht worden.
Der Polizei zufolge handelt es sich bei den Verdächtigen vor allem um Frauen. Im Mittelpunkt des Falles stehe eine Großfamilie.
Bei den Durchsuchungen fand die Polizei viele Handys, gefälschte Papiere und zahlreiche Passbilder. Sieben Personen mussten unter anderem Fingerabdrücke abgeben, danach durften sie wieder gehen. Die Ermittlungen dauern an.