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Krisenvorsorge im Handwerk: Wie sich Betriebe auf den Kriegsfall vorbereiten sollen

Der Handwerkstag Baden-Württemberg und die Handwerkskammer Ulm wollen Betriebe bei der Vorbereitung auf Krisen und mögliche Kriegsszenarien unterstützen.

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Von Autor/in Florian Peking

Wie können sich Handwerksbetriebe auf Szenarien wie einen Kriegsausbruch oder einen Katastrophenfall vorbereiten? Der baden-württembergische Handwerkstag und die Handwerkskammer Ulm wollen Hilfestellung geben, wie sich Handwerksbetriebe auf Krisen und Kriegsfälle vorbereiten können.

"Es geht darum, Betriebe auf mögliche Szenarien vorzubereiten", sagte ein Sprecher der Handwerkskammer Ulm auf SWR-Anfrage. "Sollten diese nicht eintreffen, sind wir umso zufriedener."

Das Thema sei durch den andauernden Krieg in der Ukraine mehr in den Fokus gerückt, so der Sprecher weiter. Deshalb wolle man die rund 20.000 Betriebe im Gebiet der Kammer dafür sensibilisieren. Zu dem Gebiet gehören die Landkreise Ostalbkreis, Heidenheim, der Alb-Donau-Kreis und die Stadt Ulm sowie die Kreise Biberach, Ravensburg und der Bodenseekreis.

Kriegsfall: Personal, Maschinen und Fahrzeuge könnten benötigt werden

Die Kammer hat ihre Mitgliedsbetriebe bereits mit Veranstaltungen aufgeklärt. Die Rückmeldungen der teilnehmenden Betriebe seien positiv gewesen, so der Sprecher. Daneben gibt es ein Informationspapier des baden-württembergischen Handwerkstags, das mögliche Szenarien aufzeigt.

Ein Beispiel: Im Verteidigungsfall können Mitarbeitende aus Handwerksbetrieben abgezogen werden - etwa, wenn sie technisches Wissen oder einen Lkw-Führerschein besitzen. Auch kurzfristige Personalabzüge seien möglich, zum Beispiel für Bundeswehr, Katastrophenschutz, THW oder Rettungsdienste.

Nicht nur Personal, auch Maschinen, Fahrzeuge oder Unterkünfte könnten im Ernstfall bereitgestellt werden müssen. Daher sollten Betriebe regelmäßig ihre Notfall- und Vertretungspläne prüfen und aktualisieren.

Notfallpläne für Stromausfall und IT-Sicherheit

Der Verband empfiehlt, sich auf Strom- und Internetausfälle vorzubereiten - etwa mit Dieselgeneratoren oder erneuerbaren Energiequellen. "Konkrete Notfallpläne für mehrtägige Stromausfälle, inklusive Notbeleuchtung, Kommunikation und Versorgung, sind empfehlenswert", heißt es im Informationspapier.

Zudem sollten IT-Systeme gegen Cyberangriffe geschützt und Mitarbeitende für IT-Sicherheit sensibilisiert werden. So bleiben Handwerksbetriebe auch in Krisenzeiten funktionsfähig.

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Florian Peking
SWR-Redakteur Florian Peking Autor Bild

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