Sie sind nur daumengroß: Hermann der Lahme, das Universalgenie von der Klosterinsel Reichenau, Mönche, Burgfräulein, Keltenfürsten und mehr. Historische Alltagswelten am Bodensee sind seit 20 Jahren, mit hunderten Playmobilfiguren gestaltet, im Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg (ALM) in Konstanz zu sehen. Doch mit der Erfolgsreihe "Archäologie und Playmobil" ist jetzt Schluss.
Statt Playmobil sind im ALM jetzt interaktive Ausstellungen für Kinder geplant
Die letzte Playmobilausstellung "Mönche, Mission, Abenteuer" hat am Sonntag mit drei Führungen geendet. Es sei Zeit für Neues, so Fabian Brenker vom ALM. Denn es seien letztendlich Ausstellungen gewesen, in denen man nicht mitspielen konnte.
Wir haben ein Spielzeug ausgestellt, aber man durfte damit nicht spielen. Und wir möchten zukünftig Ausstellungen machen, wo die Kinder und Familien wirklich interaktiv teilnehmen können, was ausprobieren können.
Ab Juni wird im Archäologischen Landesmuseum in Konstanz die neue Ausstellung "Rom lebt" zu sehen sein, mit Mitmachstationen und 3D-Bildern.
So sah der Alltag der Mönche in der letzten Playmobilausstellung im ALM aus:
In 20 Jahren Kelten, Pfahlbauten, Konzil und römischer Alltag mit Playmobil
13 verschiedene Playmobilausstellungen sind seit 2006 im ALM zu sehen gewesen, meist auf 30 Quadratmeter großen Flächen im Dachgeschoss. Wochenlang wurden sie vom Team des ALM vorbereitet, hunderte Figuren detailreich gestaltet, Szenen aufgebaut. Manche Spielzeugmännchen wurden extra für die Konstanzer Ausstellungen gefertigt, denn Päpste und Kardinäle beispielsweise gibt es bei Playmobil nicht.
Das waren einige Themen der früheren Ausstellungen aus der Reihe "Archäologie und Playmobil":
- 2012/13 Die Welt der Kelten
- 2014 Das Konstanzer Konzil
- 2015/16 Die Pfahlbauten
- 2017/18 Römisches Alltagsleben
- 2022/23 Burggeschichten
"Archäologie und Playmobil" hat kleine und große Besucherinnen und Besuchern begeistert. Das Konzept, historische Zusammenhänge mit kleinen Spielzeugfiguren darzustellen, fand viele Nachahmer. Das Museum verabschiedete sich auf Facebook von der Ausstellungsreihe.