Prototyp aus Hohentengen

Schutz vor Messerangriffen: neuer Armschild für Polizisten

Der Kunststoffteile-Hersteller NMH in Hohentengen will Polizisten künftig mit einem speziellen Armschild vor Schnittverletzungen schützen. Ein Prototyp zeigt die Vorteile.

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Polizistinnen und Polizisten sehen sich immer wieder Messerangriffen ausgesetzt - ein neu entwickeltes Armschild des Kunststoffteile-Herstellers NMH in Hohentengen (Kreis Sigmaringen) könnte ihnen künftig mehr Schutz bieten. Das Polizeipräsidium Ravensburg verzeichnete im Jahr 2024 in den Kreisen Ravensburg, Sigmaringen und dem Bodenseekreis rund 150 Taten, in denen ein Messer im Spiel war.

Leichter und ausklappbar - diese Vorteile bringt das Schild

Angestoßen hat die Entwicklung die Deutsche Polizeigewerkschaft. Der neue Schutz kann am Arm getragen und bei Bedarf aufgeklappt werden. Dann könne er zwischen sich und die Klinge gebracht werden, sagt der Ravensburger Kreisvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Marcus Haider.

Das neue Armschild habe gegenüber anderen Schilden Vorteile. Durch weniger Gewicht und die Möglichkeit es einzuklappen, könne das Schild länger getragen werden, so Haider. Es wiegt etwa 1,8 Kilogramm. Im Moment ist das Schild ein Prototyp aus Kunststoff. Sollte es in Serie gehen, werde es aus Glasfaser hergestellt.

Es ist sehr robust und es schützt auch zum Beispiel gegen Pfefferspray, wenn ich beworfen werde.

Polizisten üben im Trainingszentrum in Ravensburg den Ernstfall

Die Abwehr von Messerangriffen spielt für die Polizei im Training eine immer wichtigere Rolle. Geübt wird sie auch im neuen Einsatztrainingszentrum in Ravensburg. Beamtinnen und Beamte aus den Kreisen Ravensburg, Sigmaringen und dem Bodenseekreis werden dort für unterschiedliche Einsatzlagen ausgebildet.

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SWR

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