Das Polizeipräsidium Ravensburg hat am Dienstag sein neues Einsatztrainingszentrum vorgestellt. Dort werden Beamtinnen und Beamte aus den Kreisen Ravensburg, Sigmaringen und dem Bodenseekreis für unterschiedliche Einsatzlagen ausgebildet.
Die neue Einrichtung ist der Ausbildungsplatz für mehr als tausend Polizistinnen und Polizisten. Sie können im Einsatztrainingszentrum realitätsnah üben, wie sie zum Beispiel Streitigkeiten zwischen Menschen beenden oder auf was sie bei Personenkontrollen achten müssen. Auch Wohnungsdurchsuchungen werden trainiert. Dafür gibt es eine veränderbare Hausattrappe mit simulierten Wohnungen.
Trainingszentrum in Ravensburg bietet den Polizisten deutlich mehr Möglichkeiten
In dem Zentrum befinden sich außerdem unter anderem ein Trainingsraum für Selbstverteidigungsübungen sowie Schulungsräume für Theoriestunden. Es sei ein Quantensprung im Vergleich zu den bisherigen Trainingsmöglichkeiten, sagte Michael Weber, Leiter des Ravensburger Polizeireviers.
Das Trainingszentrum ist für uns sehr wichtig, da die Kolleginnen und Kollegen im täglichen Dienst mit ganz unterschiedlichen Situationen konfrontiert werden.
Immer wichtiger werden für Polizisten Trainings zur Abwehr von Messerangriffen. Es sei eine große Gefahr für die Beamten, sagte Polizeitrainer Marcus Haider. "Man hat ganz wenig Handlungsspielraum und Zeit zu überlegen. Und deswegen ist es ganz wichtig, das hier im Einsatztrainingszentrum auch explizit zu trainieren", so Haider.
Das Polizeipräsidium Ravensburg verzeichnet immer mehr Messerangriffe. 2024 waren es in den Kreisen Ravensburg, Sigmaringen und dem Bodenseekreis insgesamt rund 150.
Polizisten müssen regelmäßig im Einsatztrainingszentrum in Ravensburg trainieren
Das neue Einsatztrainingszentrum wurde bereits im vergangenen September fertiggestellt. Laut Polizeipräsident Uwe Stürmer kommen die Beamten gerne zum Training. Es erhöhe ihr Sicherheitsgefühl, so Stürmer. Schutzpolizisten müssen im Jahr 40 Trainingsstunden absolvieren.