Bisher keine Schäden bekannt

Spektakulär: Wasserhose am Bodensee

Am Dienstagmorgen ist über dem Bodensee ein Tornado zu sehen gewesen. Aufnahmen zeigen die Wasserhose vor Kressbronn oder Langenargen. Auch von der Schweiz und Vorarlberg aus war sie zu sehen.

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Stand

Gegen 9 Uhr am Dienstagmorgen ist auf dem Bodensee vor dem deutschen Ufer in Kressbronn und Langenargen (Bodenseekreis) eine Wasserhose zu sehen gewesen.

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD ragte die Wasserhose etwa 800 Meter in den Himmel. Der Wirbel über dem Wasser habe einen Durchmesser von 50 Metern gehabt. Der Bodensee als Flächengewässer sei für Wasserhosen geradezu prädestiniert. "Normalerweise registrieren wir dort zwei bis drei Wasserhosen pro Jahr", so ein DWD-Sprecher.

Wasserhose auf dem Bodensee, gesehen von Friedrichshafen aus
Vom Landratsamt des Bodenseekreises in Friedrichshafen war die Wasserhose am Dienstagmorgen deutlich zu sehen. Pressestelle Landratsamt Bodenseekreis/Robert Schwarz

Das Phänomen gehört zur Familie der Tornados. Gut zu erkennen war es laut Augenzeugen von Nonnenhorn (Kreis Lindau) aus. In sozialen Medien wird berichtet, die Wasserhose sei auch vom Schweizer Seeufer aus und in Vorarlberg gesichtet worden.

Am östlichen #Bodensee löste der Lake-Effect in den letzten Stunden intensive Schauerstrassen aus. Sie brachten lokal um 100 mm und über dem See sogar eine #Wasserhose (Bild: P. Guggenbühl). Auch in den Zentralschweizer Alpen gab es mit Nordstau nochmals kräftige Niederschläge. pic.twitter.com/vg4Qxyz4JF

Bisher keine Schäden durch Wasserhose am Bodensee

Der Sprecher des Deutschen Wetterdienstes sagte der Deutschen Presseagentur, es haben sich zunächst eine starke Schauerzelle südlich von Friedrichshafen mehr oder weniger in der Mitte des Bodensees gebildet. Die Zelle sei dort als Wasserhose etwa eine Stunde lang zu sehen gewesen. Schäden seien nicht bekannt.

Mit einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von rund 100 Kilometern pro Stunde sei mit einer Wasserhose nicht zu spaßen, so der DWD-Sprecher. "Mit einem kleinen Bötchen sollte man da nicht reinfahren." Und Schwimmer sollten auch das Weite suchen. Für die großen Schiffe seien solche Wasserhosen nicht so gefährlich. Die Schiffsführer versuchten aber, ihnen auszuweichen, sagte ein Sprecher der Bodenseeschiffsbetriebe (BSB).

Auf der Plattform X ist sogar von mehreren Wasserhosen über dem Bodensee die Rede.

Wasserhosen über dem Bodensee vor Romanshorn heute um 09:00 Uhr. @Kachelmannwettr pic.twitter.com/aHkn24obpr

Laut dem DWD entstehen Tornados vor allem in der sommerlichen Gewittersaison. Sie treten oft nur kurz auf und sind schwer vorherzusagen. Diese trichterartigen, rotierenden Wolkenschläuche können sich demnach auch bilden, ohne dass es blitzt oder donnert.

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