Erfolge des Schülerforschungszentrums Südwürttemberg

Ochsenhausener Schüler entwickeln ein Hochwasser-Warnsystem für die Welt

Am Schülerforschungszentrum Südwürttemberg in Ochsenhausen (Kreis Biberach) haben Schüler ein günstiges Hochwasser-Warnsystem zum Selbstbauen entwickelt.

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Stand

Von Autor/in Johannes Riedel

Das Schülerforschungszentrum Südwürttemberg gibt es an elf Standorten zwischen Ulm und Bodensee, Alb und Allgäu. In ihrer Freizeit können Schülerinnen und Schüler hier unter Anleitung in den mathematisch-naturwissenschaftlichen-technischen Fächern (MINT) experimentieren. So haben Jana Spiller und Niklas Ruf vom Gymnasium Ochsenhausen das Hochwasser-Warnsystem "WarnMe" entwickelt. Die Goldmedaille auf der Erfindermesse in Nürnberg war der Lohn für gut drei Jahre des Tüftelns.

Bauanleitung im Internet

Die kleinen Boxen werden an Brücken befestigt. Sensoren messen per Infrarot und Ultraschall den Abstand zum Wasser. Per Funk werden die Daten an einen Rechner geschickt, der im Fall steigender Pegel Alarm schlägt. Die Geräte sind für die Allgemeinheit weltweit konzipiert: Ihre Bauteile kosten in Summe rund 100 Euro. Die Warngeräte sind einfach zu bauen. Die Bauanleitung gibt es im Internet, ebenso die App, die bald auch in den üblichen App-Stores erhältlich sein soll.

Unscheinbare Kästen
Diese günstigen, aber effizienten Bauteleile braucht es für das Hochwasser-Warnsystem: Infrarotsensoren, Ultraschall und Funk. Johannes Riedel

Auszeichnungen für Schülerforschungszentrum Südwürttemberg

Ein Ochsenhausener Gemeinderat war mit der Anregung zu einem Hochwasserwarnsystem auf die forschenden Schüler zugegangen, nachdem die Stadt mehrfach von Hochwasser betroffen war. Denn das Schülerforschungszentrum Südwürttemberg kann viele Erfolge vorweisen, zum Beispiel bei "Jugend forscht", naturwissenschaftlichen Olympiaden oder bei Meisterschaften in den Sparten Robotik, Künstliche Intelligenz und im Umweltschutz.

Physiklehrer Tobias Beck, pädagogischer Leiter des Schülerforschungszentrums Südwürttemberg, begleitet die jungen Forscherinnen und Forscher seit Jahren. Begeistert wie warmherzig spricht er von deren Engagement: "Die Ideen gehen den Schülerinnen und Schülern nicht aus."

Lehrer Beck mit Notebooks
Der pädagogische Leiter Tobias Beck mit einem Stapel "Unterrichtsmaterial" Johannes Riedel

Pfiffige Ideen und schlaue Umsetzungen

In Ochsenhausen forschen sie an faszinierenden Projekten: Ein Roboter, der Hühner füttert. Eine ausgediente Satellitenschüssel als Parabolspiegel kocht Wasser. Aus Laubgebläsen hat eine Gruppe nach dem Luftkissenprinzip eine Plattform für den schonenden Transport von Möbeln gebaut. Andere entwickeln einen elektrischen Bremsassistent für Skateboards oder bauen einen Messballon, der in die Stratosphäre aufsteigen wird. Ideen aus dem Leben für das Leben, für das an der Schule bekanntlich gelernt wird.

Technikraum mit Kisten und Kästen
Wenn der Technikraum zur Erfinder-Werkstatt wird. Johannes Riedel Bild in Detailansicht öffnen
Laubgebläse, Brett und Stuhl
Laubbläser, Brett und Stuhl: Ein Hooverboard für schonenden Möbeltransport. Johannes Riedel Bild in Detailansicht öffnen
Jung und Älter helfen einander
Für Skateboards haben die jungen Erfinder einen Bremsassistenten programmiert und gebaut. JOhannes Riedel Bild in Detailansicht öffnen
Zwei Tüftler und ihr Werk
Ein Parabolspiegel aus einer ausrangierten Satellitenschüssel bündelt das Licht für Heizenergie. Johannes Riedel Bild in Detailansicht öffnen
Zwei Buben und ihr Gefährt
Damit die Schuhe sauber bleiben: Ein Roboter, der Futter ins Hühnergehege bringt. Johannes Riedel Bild in Detailansicht öffnen
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