Die Stadt Radolfzell am Bodensee (Kreis Konstanz) hat Räumungsklage gegen den bisherigen Pächter des Strandbads auf der Halbinsel Mettnau erhoben. Eigentlich hätte das Bodenseebad bereits zum langen Wochenende am 1. Mai öffnen sollen. Doch trotz sonnigen Wetters blieb der offizielle Saisonstart aus.
Es ist der bisherige Höhepunkt eines Streits zwischen der Radolfzeller Stadtverwaltung und dem Pächter des Bads. Schon im vergangenen Jahr hat die Stadt Radolfzell den Vertrag mit dem Pächter gekündigt, wie eine Sprecherin dem SWR berichtete. Bei der Begründung bleibt das Rathaus vage: Es habe "verschiedene Pflichtverletzungen" gegeben, so die Sprecherin.
Rathaus will Strandbad auf juristischem Wege räumen lassen
Laut Stadt erkennt der Pächter die Kündigung nicht an und weigert sich, das Bad zu räumen. Er bestehe darauf, das Bad weiter selbst zu betreiben, sagte die Sprecherin, was er aber nachweislich gerade nicht tue.
Deshalb habe man Räumungsklage beim Landgericht Konstanz erhoben. Nach dem verpassten Saisonstart folgen nun erneut juristische Schritte: Man werde den Pächter nochmals abmahnen und kündigen. Davon erhofft sich die Stadtverwaltung, das Räumungsverfahren zu beschleunigen.
Stadt Radolfzell möchte schnell neuen Pächter für Bad finden
Die Zeit drängt, denn der Sommer steht vor der Tür. Wann das Strandbad aber öffnet, ist vorerst unklar. Die Stadt will einen neuen Pächter finden. Dafür muss die Pacht aber erst einmal neu ausgeschrieben werden. Und auch der juristische Streit könnte sich ziehen. Der Pächter des Bads war am Dienstag für den SWR nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.