Ein unangenehmer Geruch sorgt in Stockach (Kreis Konstanz) immer wieder für Ärger. Mutmaßlich verursacht wird er durch die AS Oxidwerke GmbH, wo Salzschlacke aus der Aluminiumproduktion recycelt wird. Nachdem die Beschwerden der Anwohner Ende vergangenen Jahres massiv zugenommen haben, haben sich das Unternehmen, die Stadt Stockach und das Regierungspräsidium Freiburg als Aufsichtsbehörde jetzt bei einem Vor-Ort-Termin auf Maßnahmen verständigt. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.
Seit im vergangenen November verstärkt Bürgerbeschwerden (...) eingegangen sind, haben wir als Aufsichtsbehörde konsequent reagiert. Nahezu wöchentlich haben wir seither unangekündigte Betriebs- und Umgebungskontrollen insbesondere zu Geruchsemissionen durchgeführt.
Besonders betroffen von dem unangenehmen Geruch ist vor allem das Wohngebiet "Nellenburger Hang". Dort hat sich inzwischen sogar eine Bürgerinitiative gegründet.
Keine eindeutige Geruchsquelle in Stockach
Das Regierungspräsidium Freiburg hat nach eigenen Angaben trotz mehrfacher unangekündigter Kontrollen jedoch keine eindeutige Quelle für den Gestank ausmachen können – dennoch sollen bei den Oxidwerken potenzielle Geruchsquellen abgedichtet und bis 2027 ein zweiter Abgaswäscher gebaut werden. Auch sei die ganze Anlage außerplanmäßig überprüft worden, hieß es.
Der Geschäftsführer der AS Oxidwerke GmbH, Ralph Rösch, bekräftigte die Kooperationsbereitschaft des Unternehmens.
Uns ist ein gutes Miteinander mit den Anwohnerinnen und Anwohnern wichtig. Deshalb unterstützen wir die vereinbarten Maßnahmen vollumfänglich.
Stockacher Anwohner sorgen sich vor hohen Feinstaubwerten
Groß ist bei den Anwohnern auch die Sorge vor hohen Feinstaubwerten. Messungen direkt am Schornstein des Werks hätten jedoch bislang keine erhöhten Werte ergeben, so das Regierungspräsidium.
Die Behörde, die Stadt und die AS Oxidwerke GmbH wollen nach eigenen Angaben im engen Austausch bleiben, den weiteren Prozess eng abgestimmt begleiten und transparent kommunizieren.
Wir werden den Prozess weiterhin eng begleiten und erwarten, dass die vorgesehenen Maßnahmen zu spürbaren und nachhaltigen Verbesserungen führen.
In diesen Prozess werden auch die Vertreterinnen und Vertreter der neu gegründeten Bürgerinitiative einbezogen. Eine Besichtigung des Unternehmens werde vorbereitet, hieß es.