Probleme mit Nagetieren

Wie Städte am Bodensee und in Oberschwaben mit Ratten umgehen

Wo Müll herumliegt, sind Ratten meist nicht weit. Für viele Kommunen, auch in der Region Bodensee-Oberschwaben, ist die Bekämpfung der Nagetiere schwierig.

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Von Autor/in Moritz Kluthe

Ratten sind in vielen Städten ein Problem - auch in der Region Bodensee-Oberschwaben. Immer wieder sind sie in der Nähe von Mülltonnen und der Kanalisation zu sehen. Doch sie loszuwerden, ist nicht so einfach. Städte am Bodensee und in Oberschwaben gehen unterschiedlich damit um.

In Überlingen am Bodensee seien in diesem Jahr deutlich mehr Ratten gesichtet worden, heißt es von der Stadt. Die Verwaltung hat einen Schädlingsbekämpfer auf das Problem angesetzt.

In Konstanz dagegen ist laut den Entsorgungsbetrieben die Rattensituation in diesem Jahr gewöhnlich. Hier probiert man im Rahmen des Smart Green City Förderprogramms eine neue Bekämpfungsmethode mit sogenannten Schlagfallen aus. Dabei würden die Schädlinge direkt im Kanal erschlagen. Die Fallen würden schnell und effizient arbeiten. Dadurch sei weniger Gift zur Bekämpfung der Nager nötig.

Städte beugen Rattenproblem vor

In Friedrichshafen hat der Einsatz von Rattenködern offenbar erste Erfolge gezeigt. Anders als im vergangenen Jahr seien im Bereich der Uferpromenade nicht mehr vermehrt Ratten gesichtet worden, so eine Stadtsprecherin. Damit erst gar kein Rattenproblem entsteht, sorgen Städte wie beispielsweise Biberach dafür, dass Mülleimer häufiger geleert und Straßen gesäubert werden. Außerdem sollen Bürger informiert werden, wie sie mit Müll richtig entsorgen, um keine Ratten anzulocken.

Aber auch in Biberach setzt die Stadt zusätzlich auf Köderboxen mit Fraßködern, damit die Ratten erst gar nicht an die Oberfläche kommen. Seit vergangenem Jahr sind die Köderboxen laut einer Sprecherin rund um den Marktplatz aufgestellt.

Jeder kann etwas gegen Ratten tun

Doch Ratten breiten sich nicht nur auf öffentlichen Flächen in Städten aus. Auch in Gärten und Privathäusern sind sie gelegentlich anzutreffen. Der Schädlingsbekämpfer Thilo Fleschhut aus Bad Waldsee-Gaisbeuren rät dazu, Essensreste auf keinen Fall in der Toilette runterzuspülen und auch nicht auf den Kompost zu entsorgen. Denn die Essensreste würden die Ratten anlocken. Lieber sollten Essensreste im geschlossenen Müllbehälter entsorgt werden.

Wenn es doch schon zu spät ist und die Ratten bereits da sind, könne man Giftköder einsetzen, aber nicht mehr lange. Ab nächstes Jahr gibt es dafür ein Verkaufsverbot. Dann bleibt nur noch der Anruf beim Schädlingsbekämpfer. Ratten-Experte Fleschhut sagt, dass er bereits jetzt gut zu tun hat.

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Moritz Kluthe
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