Das Sozialunternehmen Stiftung Liebenau will die Bewohnnerinnen und Bewohner seiner Einrichtungen nach eigenen Angaben mit einem eigens erarbeiteten Hitzschutzkonzept vor gesundheitlichen Schäden durch zu hohe Temperaturen bewahren.
Da ältere Menschen zu den sogenannten vulnerablen Gruppen, also Menschen mit hohem Risiko für gesundheitliche Schäden durch Hitze gehören, sei das Personal besonders dafür sensibilisiert, hitzebedingte Krankheiten wie Flüssigkeitsmangel, Sonnenstich, Hitzeausschlag etc. zu erkennen und zu handeln. Nach Angaben der Stiftung Liebenau steige das Risiko für die Bewohner von Pflegeeinrichtungen ab dem dritten Hitzetag.
Hitzeschutz: Trinken, lüften, Schatten
Folgende Punkte sind laut Stiftung Liebenau besonders wichtig: Trinken, Verdunklung und der Aufenthalt drinnen oder im Schatten, lüften. Es gebe beispielsweise Trinkstationen, an denen auch Hilfsmittel wie Strohhalme und optisch ansprechende Getränke mit Orangenscheiben oder Minze angeboten würden. Auch Mitarbeitende könnten sich dort bedienen, schreibt die Stiftung Liebenau auf SWR-Anfrage.
Damit die Hitze möglichst von den Innenräumen abgehalten werde, seien die Fenster mit Jalousien oder Markisen ausgestattet. Gelüftet werde nur morgens und abends, nicht während der besonders heißen Mittagsstunden. Draußen stehen Schirme bereit und das Personal achte darauf, dass Bewohner nicht in der prallen Sonne säßen.
Weitere Hitzeschutzmaßnahmen für Bettlägerige
Insbesondere bei bettlägerigen Personen kämen noch weitere Hitzeschutzmaßnahmen hinzu: ein Ventilator und eine leichte Bettdecke zum Beispiel. Außerdem werde die Haut regelmäßig mit kühlen Waschlappen abgewaschen.
Auch andere Pflegeheimbetreiber setzen solche Hitzeschutzkonzepte um, so zum Beispiel die Evangelische Heimstiftung in ihrem Pflegeheim in Friedrichshafen.