Der Auto-Zulieferkonzern ZF Friedrichshafen will Stellen in der Verwaltung und im Management abbauen, insbesondere am Firmensitz in Friedrichshafen. Zuerst hatte das Magazin "Wirtschaftswoche" darüber berichtet. Die Stellenstreichungen in der Verwaltung erfolgten im Rahmen des bereits bekannten Jobabbau-Programms, so das Unternehmen. Mit ihm will der ZF-Vorstand bis in zwei Jahren bis zu 14.000 Stellen streichen.
"Leangroup" soll zur Verwaltungs-Verschlankung bei ZF beitragen
Das vom Vorstand aufgelegte Programm "ZF Leangroup" hatte vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den zurückliegenden Wochen Sorgen gemacht, auch dem Betriebsrat. Im Rahmen des Programms verschlanken will die Konzernführung die Verwaltung etwa durch Einschnitte in den Bereichen Finanzen, Marketing und Einkauf. Beschäftigt sind in der Verwaltung an den deutschen ZF-Standorten etwa 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Nach Angaben eines Betriebsratssprechers hätten ursprünglich 20 Prozent dieser Jobs gestrichen werden sollen. Diese Pläne habe der Konzern aber ad acta gelegt. Vielmehr sei im Gespräch mit dem Betriebsrat die Einrichtung einer Strukturkommission beschlossen worden. Sie werde paritätisch mit Mitgliedern der Konzernleitung und des Betriebsrates besetzt und werde sich die unterschiedlichen Konzernsegmente und Abteilungen auf mögliche Kürzungspotentiale hin ansehen. Erst auf der Basis dieser Ergebnisse sollen dann Verwaltungsjobs gestrichen werden.
ZF-Betriebsrat hofft auf weniger drastischen Abbau als geplant
Man habe daher die begründete Hoffnung, das unterm Strich weitaus weniger als die anvisierten 20 Prozent der Verwaltungsstellen wegfallen, so der Betriebsrat. Zudem unterstrich ein Konzernsprecher nochmals, dass die geplanten Einschnitte in der Verwaltung nicht zusätzlich zu bereits bekannten Abbau-Plänen erfolgten. Sie seien Teil des bereits bekannten Jobkürzungsprogramms, mit dem an deutschen ZF-Standorten bis 2028 bis zu 14.000 Stellen wegfallen sollen.