Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen geht für das abgelaufene Jahr 2025 von Verlusten aus. Dies hat der Konzern in Friedrichshafen bei der Vorstellung der vorläufigen Zahlen für das abgeschlossene Jahr mitgeteilt. Die Restrukturierung des Autozulieferers zeige jedoch erste Erfolge.
Vorzeitiges Projektende führt bei ZF zu Verlusten
Der Grund für die roten Zahlen: Der Konzern hat mehrere Projekte im nur langsam wachsenden E-Mobilität-Bereich vorzeitig beendet. Damit verbundene Kosten, etwa durch die Auflösung bestehender Verträge, führen demnach zu einem negativen Jahresergebnis.
Das Ende der Projekte steht im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der "Division E". Nach wochenlangen Verhandlungen hatten Geschäftsführung und Gesamtbetriebsrat sich im Oktober dazu entschieden, die Antriebssparte "Elektrifizierte Antriebstechnologien" nicht zu verkaufen.
Schulden können laut ZF schneller als gedacht reduziert werden
Trotz dieser Verluste zeigt sich der Autozulieferer optimistisch, denn der operative Gewinn im vergangenen Jahr sei höher als erwartet. "Unsere Maßnahmen zur Neuausrichtung von ZF greifen", so der ZF-Vorstandsvorsitzende Mathias Miedreich.
Mit dem Ende der Projekte im Bereich der E-Mobilität erhofft sich der Konzern nach eigenen Angaben in Zukunft mehr Handlungsspielräume und eine verbesserte Profitabilität. Eine offizielle Jahresbilanz legt das Unternehmen Mitte März vor.