Verein legt Daten der vergangenen Jahre vor

Besser nicht trinken! Im Wasser aus privaten Brunnen im Kreis Biberach ist zu viel Nitrat

Wasser aus privaten Brunnen ist im Kreis Biberach teilweise stark mit Nitrat belastet. Das ergaben Proben der vergangenen fünf Jahre. Was das für Brunnenbesitzer bedeutet.

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Von Autor/in Johannes Riedel

Im Kreis Biberach ist das Wasser in privaten Brunnen zum Teil stark mit Nitrat belastet. Das ist das Ergebnis von Wasserproben aus den vergangenen fünf Jahren. Ausgewertet wurden sie von der gemeinnützigen Umweltschutzorganisation VSR-Gewässerschutz e.V.. Sie schlägt jetzt Alarm. Das nitratbelastete Grundwasser sickere den Bächen und Flüssen zu. Hohe Nitratbelastungen gefährdeten die Artenvielfalt.

Nitratbelastung vereinzelt doppelt so hoch wie erlaubt

Jede siebte Wasserprobe (15,2 Prozent) aus Brunnen in Privatgärten und Gärtnereien im Kreis Biberach, die zwischen 2021 und 2025 analysiert wurde, übersteigt laut VSR-Gewässerschutz den gesetzlichen Grenzwert für Nitrat von 50 Milligramm pro Liter. Besonders schockierend sei, dass in einem Fall der Wert sogar über 100 Milligramm Nitrat pro Liter lag. Bei der Überschreitung des Grenzwertes sei das Wasser nicht mehr als Trinkwasser geeignet.

Es ist ein alarmierendes Zeichen für die zukünftige Wasserversorgung für nachfolgende Generationen.

Die nitratbelasteten Gartenbrunnen liegen außerhalb der Wasserschutzgebiete für die öffentliche Trinkwasserversorgung, heißt es in einer Mitteilung des VSR (die Abkürzung steht für Verein zum Schutze des Rheins und seiner Nebenflüsse). Die Nitratbelastung durch Dünger und Gülle sei im vom Ackerbau geprägten Kreis Biberach stärker als andernorts in Oberschwaben. Die Umweltschutzorganisation, die eigenen Angaben zufolge seit 40 Jahren deutschlandweit Wasserproben untersucht und Belastungen aufspürt, fordert, mehr gegen die Nitratbelastung im Grundwasser zu unternehmen. VSR

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Der VSR-Gewässerschutz e.V. will weiter Proben im Kreis Biberach prüfen. Brunnenbesitzer können sie am 13. Juli nach Laupheim ans Labormobil bringen oder per Post zuschicken.

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Johannes Riedel
SWR-Redakteur Johannes Riedel Autor Bild
Onlinefassung
Karin Wehrheim
SWR-Redakteurin Karin Wehrheim Autorin Bild

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