Ein Regionalexpress ist am Samstagabend zwischen dem Haltepunkt Kehlen und Meckenbeuren (Bodenseekreis) mit einem Gegenstand kollidiert. Das teilte die Bundespolizei am Montag mit. Die Beamten ermitteln nun.
Zug prallt mit 120 Kilometern pro Stunde auf Fahrrad
Bei einer Suchaktion am Aufprallort haben die Polizisten demnach Teile eines Fahrrads gefunden. Der Zug hatte das Rad nach bisherigen Erkenntnissen bei einer Geschwindigkeit von etwa 120 Kilometern pro Stunde erfasst.
Die rund 60 Fahrgäste und das Zugpersonal kamen laut Polizei bei dem Vorfall nicht zu Schaden. Um auszuschließen, dass sich Personen oder weitere Gegenstände im Gleisbereich befinden, suchte die Feuerwehr anschließend die Strecke mithilfe einer Drohne ab. Ohne Ergebnis.
Ähnliche Zwischenfälle in den vergangenen Wochen
In den vergangenen Wochen gab es mehrere ähnliche Zwischenfälle im Bahnverkehr in der Region. Erst Anfang des Monats stieß ein Zug mit einem Bootsanhänger zusammen, im Dezember lag bei Ravensburg ein Einkaufswagen auf der Strecke. Für einen Zusammenhang sieht die Bundespolizei im Moment zumindest keine Anhaltspunkte. Auch weil die drei Unfallstellen weit auseinander liegen, hieß es.
Wie der Einkaufswagen im Dezember bei Ravensburg auf die Gleise kam, ist noch unklar. Bei dem leeren Bootsanhänger und bei dem Fahrrad geht die Polizei davon aus, dass die Gegenstände absichtlich dort abgestellt worden sind.
In beiden Fällen laufen deswegen Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Genauere Erkenntnisse zu den Tätern gibt es aber bei beiden Vorfällen noch nicht, so die Bundespolizei.