"Die nächsten Tage werden wechselhaft", sagt SWR-Wetterexperte Michael Kost am Mittwoch, dem Beginn der diesjährigen Hundstage. Die Zeit bis zum 23. August gilt als die wärmste Zeit im Jahr. "Viele nehmen das Wetter derzeit als kühl wahr. Das liegt daran, weil es zuletzt immer wieder extrem heiß war." Aber eigentlich sei die derzeitige Witterung für Mitte Juli ein absolut normales durchschnittliches Wetter und alles andere als zu kühl.
Michael Kost verweist auf die aktuelle Sommerprognose des Deutschen Wetterdienstes. Demnach erwartet uns dieses Jahr ein wieder überdurchschnittlich warmer Sommer.
Bauernregeln zu den Hundstagen
Rund um die Hundstage gibt es mehrere Bauernregeln. "Sind die Hundstage voll Sonnenschein, wird das Jahr recht fruchtbar sein", heißt es beispielsweise. Diese Bauernregel hält Michael Kost für durchaus berechtigt. Denn ist es Ende Juli bis Ende August trocken, könne die Ernte trocken eingefahren werden. Das sei positiv. Michael Kost ergänzt aber auch: "Wir haben dieses Jahr ein enormes Niederschlagsdefizit". Das könnte der Ernte schaden.
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Eine andere Bauernregel lautet: "Sind die Hundstage heiß, bleibt's im Winter lange weiß." Diese Bauernregel ist aus Sicht von Wetterexperte Michael Kost überholt. "Wir wissen alle: In den letzten Jahren gab es keine richtigen Winter mit viel Schnee mehr."
Passen Klimawandel und Hundstage noch zusammen?
Bauernregeln sind viele hundert Jahre alt. Sie hätten, sagt der Wetterexperte, auch heute noch eine Wahrscheinlichkeit von über 60 Prozent. "Wenn man bedenkt, dass moderne Wettervorhersagen, was die Fünf-Tage-Prognose angeht, bei 70, 75 Prozent liegen, ist das eigentlich enorm." Zur ganzen Wahrheit gehöre aber auch: Durch den Klimawandel neige das Wetter zu immer häufigeren Extremen und sei schwieriger vorherzusagen.
Hitzewellen auch außerhalb der Hundstage
Hitzeperioden gibt es nicht nur in der Zeit von Ende Juli bis Ende August. Aber in dieser Zeit am häufigsten, weil da die Atmosphäre am stärksten aufgeheizt ist. Allerdings gab es die erste Hitzewelle dieses Jahr schon Ende Juni bis Anfang Juli. In Andernach (Kreis Mayen-Koblenz) wurde dabei beispielsweise eine Temperatur von 39,3 Grad gemessen. Auch in Baden-Württemberg stiegen die Temperaturen ähnlich hoch.
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