Die neue verbindlichere Grundschulempfehlung, die darüber mitentscheidet, welche Schulform Schülerinnen und Schüler nach der vierten Klasse besuchen können, hat wohl nicht viel verändert. Das geht aus einer Umfrage des Kultusministeriums an den Schulen hervor.
Demnach habe etwa ein Viertel der Kinder eine Empfehlung für eine Realschule oder Gemeinschaftsschule bekommen. Ein weiteres Viertel eine für die Hauptschule. Mehr als jedes zweite Kind - 51 Prozent - hat von seinen Lehrkräften eine Empfehlung für das Gymnasium bekommen.
Zuvor viel Kritik an neuer Grundschulempfehlung
Die Zahlen unterscheiden sich damit kaum zur alten Praxis, bei der allein die Eltern entscheiden konnten, auf welche weiterführende Schule ihr Kind gehen soll. Seit diesem Jahr geben Elternwille, Lehrerempfehlung und ein finaler Leistungstest den Ausschlag. Stimmen zwei von drei Komponenten überein, sollte dementsprechend "empfohlen" werden.
Vor allem den Test hatten Eltern- und Lehrerverbände als "zu schwer" kritisiert - außerdem befürchtete man, dass man die Kinder einem zusätzlichen Druck aussetzen würde.